SZ 28.05.2026
16:11 Uhr

(+) Reformen: Früher ein Steuersatz für Millionäre – heute für Facharbeiter


Gut- und Durchschnittsverdiener wurden bei Steuerreformen immer weiter benachteiligt, rechnet Experte Günter Striewe vor. Das müsste jetzt nur noch der „liebe Friedrich“ kapieren.

(+) Reformen: Früher ein Steuersatz für Millionäre – heute für Facharbeiter

Günter Striewe hat sie noch erlebt, jene schaurigen Zeiten, die Steuerpolitikern von heute vorkommen müssen wie dunkelstes Mittelalter. 1958 etwa: Damals zog der Staat schon vom allerersten verdienten Pfennig an satte 20 Prozent an Einkommensteuer ein, wenn man den läppischen Jahresfreibetrag von umgerechnet 860 Euro einmal kurz außen vor lässt. Der Spitzensteuersatz lag gar bei 53 Prozent. Die Deutschen waren in jenen Gründerjahren ein geknechtetes, vom Finanzamt heimgesuchtes Volk, das kaum Luft zum Atmen hatte. „Es war“, sagt Striewe heute, „eine gute Zeit.“

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: