SZ 01.04.2026
14:31 Uhr

(+) Recht: „Sex mit gemischten Gefühlen ist häufig“


Das deutsche Sexualstrafrecht soll Frauen bald noch besser schützen. Die Rechtsphilosophin Elisabeth Holzleithner über feministische Ansätze, komplexe Konsensfragen – und die Gefahr einer „überschießenden Kriminalisierung“.

(+) Recht: „Sex mit gemischten Gefühlen ist häufig“
„Es ist gesellschaftlich nicht verpönt, dass Männer glauben, sie hätten Ansprüche auf sexuelle Handlungen“, sagt Elisabeth Holzleithner. Serge Mouraret/mauritius images/Alamy Stock Photos

Eine feministische Forderung derzeit lautet: „Nur Ja heißt Ja“. Dabei geht es um das Sexualstrafrecht. Nur wenn die Frau ein „Ja“ signalisiert hat, soll Sex mit ihr erlaubt sein. Aber wann ist ein Ja ein Ja? Elisabeth Holzleithner, 56, ist eine der ersten Frauen, die internationale feministische Diskurse in die deutschsprachige Rechtswissenschaft hineingetragen haben. Heute ist sie Professorin für Rechtsphilosophie und Legal Gender Studies an der Universität Wien.

Wie verändern der Fall von Collien Fernandes und der Pelicot-Prozess das Verhältnis zwischen den Geschlechtern – müssen Frauen damit rechnen, vom Partner missbraucht zu werden? Der Psychotherapeut Josef Aldenhoff über zerstörtes gesellschaftliches Grundvertrauen.

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