SZ 24.07.2026
15:14 Uhr

(+) Prominenter Wohnungsstreit: Architekt Stephan Braunfels soll nach 56 Jahren aus seiner Wohnung geklagt werden


Verliert der Schöpfer der Pinakothek der Moderne wegen einer Schuhablage seine Bleibe? Vor dem Amtsgericht kommt es zum Showdown zwischen dem bekannten Architekten und einem Immobilienkonzern.

(+) Prominenter Wohnungsstreit: Architekt Stephan Braunfels soll nach 56 Jahren aus seiner Wohnung geklagt werden
Architekt Stephan Braunfels vor Gericht. Robert Haas

Gut eine halbe Stunde ist diese Güteverhandlung vor dem Amtsgericht München alt, als Stephan Braunfels an den Richtertisch tritt – mit einer Bauzeichnung in der Hand. Nachdem er den Papierbogen aufgeklappt hat, macht der 75-Jährige das, was er zeit seines Lebens zigmal getan hat: Er erläutert ein Bauvorhaben, das auf den Plänen dargestellt wird. Allein hierbei handelt es sich nicht etwa um die Pinakothek der Moderne oder den Parlamentsneubau des Paul-Löbe-Hauses in Berlin, die beide von den bekannten Architekten entworfen wurden. Vielmehr betreffen die Pläne seine eigene Wohnung am Englischen Garten, in der er seit mehr als einem halben Jahrhundert zur Miete lebt. Und aus der er nun per Räumungsklage gedrängt werden soll, weil der Eigentümer jenes Bauvorhaben umsetzen will – so sieht das zumindest Braunfels.

Als sein Immobilien-Imperium wankt, bearbeitet der Österreicher den Unternehmer Alfons Doblinger. Ein bislang unbekannter Ermittlungsbericht zeigt sein Vorgehen – und wie Doblingers Geld im Signa-„Staubsauger“ verschwand.

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