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01.05.2026
16:41 Uhr
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Die rechtsnationale oppositionelle PiS in Polen ist verunsichert von Viktor Orbáns Wahlniederlage in Ungarn. Und am rechten Rand wächst Konkurrenz. Parteichef Kaczyński setzt auf mehr Radikalität. Nicht alle machen mit.

Er arbeitet längst an der Rückkehr zur Macht: Der 76-jährige PiS-Chef Jarosław Kaczyński behauptet, die jetzige Regierung errichte eine Diktatur. Aleksandra Szmigiel/REUTERS
Jarosław Kaczyński ist es nie in den Sinn gekommen, Donald Tusk zu gratulieren. Am Tag, als Tusk 2023 Ministerpräsident wurde, bezeichnete ihn der Parteivorsitzende der rechtsnationalen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) im Abgeordnetenhaus als „deutschen Agenten“. Erst vor zwei Wochen erklärte Kaczyński mal wieder, nur ein Blinder könne nicht sehen, dass in Polen „in drastischer Weise die Rechtsstaatlichkeit gebrochen werde“. Es werde „eine Diktatur aufgebaut, und zwar eine besonders abscheuliche“.
Nach 16 Jahren Orbán steht Ungarn vor einem Neuanfang. Leicht wird es nicht. In Polen etwa wirkt die achtjährige PiS-Ära noch immer nach, in Brasilien die vier Jahre unter Bolsonaro. Was lässt sich daraus lernen?
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