|
14.10.2026
09:57 Uhr
|
Ein entsprechender Antrag des Signa-Gründers wurde vom Landesgericht Innsbruck gewährt.

Der Immobilieninvestor René Benko wechselt vom Gefängnis in den Hausarrest mit Fußfessel. Ein entsprechender Antrag des Signa-Gründers wurde vom Landesgericht Innsbruck gewährt, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sein Anwalt hatte argumentiert, dass Benko sich nur außerhalb des Gefängnisses angemessen auf weitere Verfahren vorbereiten könne.
Der Ex-Milliardär war erst im September in einem teilweise neu aufgerollten Prozess zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck hatte es als erwiesen angesehen, dass der 49-Jährige seine Gläubiger betrügerisch geschädigt hat. Er habe einen Mietkostenvorschuss von 360 000 Euro für ein Anwesen in Innsbruck geleistet, obwohl es um sein Signa-Firmen-Imperium bereits sehr kritisch gestanden habe, so das Gericht.
Benko war im Januar 2025 verhaftet worden. Im Signa-Komplex verdächtigt Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft den Geschäftsmann des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Weitere Anklagen könnten folgen.
Benko hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliardenvermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten, sowie risikoreiche Zukäufe wie die Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben Signa in die Insolvenz.
Gegen Benko und andere Signa-Manager wird in mehreren weiteren Strängen ermittelt. Am 4. und 5. November muss sich der Tiroler erneut am Innsbrucker Landesgericht verantworten, diesmal wegen der Vorwürfe des schweren Betrugs und der Schädigung seiner Gläubiger.
Die Luxusvilla des Immobilienunternehmers in Innsbruck-Igls könnte ein Hotel werden – mit besonderem Wellness-Spaß im Keller.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: