SZ 06.10.2026
14:17 Uhr

(+) Nahostkonflikt: „Wir sind immer nur zwei Wochen vom Frieden entfernt“


Der Palästinenser Aziz Abu Sarah und der Israeli Maoz Inon versuchen gemeinsam, die Welt von einer friedlichen Lösung im Nahen Osten zu überzeugen. 14 der 15 Mitglieder im UN-Sicherheitsrat haben sie überzeugt. Fehlt nur noch eines.

(+) Nahostkonflikt: „Wir sind immer nur zwei Wochen vom Frieden entfernt“

Eine Whatsapp-Nachricht und ihre Folgen: Als der palästinensische Reiseführer Aziz Abu Sarah hörte, dass die Eltern des israelischen Hostelbetreibers Maoz Inon am 7. Oktober von Hamas-Terroristen ermordet wurden, schickte er ihm mitfühlende Worte. Was Verlust bedeutet, weiß Abu Sarah: Als er neun war, starb sein Bruder an inneren Verletzungen, die er in israelischer Haft erlitten hatte. Auf die Whatsapp-Nachricht folgten Treffen, ein Vortrag bei der Ted-Konferenz, ein New-York-Times-Bestseller, Auftritte bei den UN, in Parlamenten, in Medien und Fernsehsendern weltweit. Ihr Buch „Die Zukunft ist Frieden“ ist nun bei Altneuland auf Deutsch erschienen, am 20. und 22. Oktober werden die beiden in Berlin und Frankfurt für ihre Friedensvision werben. Zum Gespräch mit der SZ schaltete sich Abu Sarah nun am frühen Morgen aus dem US-Bundesstaat Virginia zu, der Heimat seiner Partnerin, während es bei Maoz Inon in Israel schon Nachmittag war.

Endlose Kriege, permanente Bedrohungen und neue Ängste: Warum der 7. Oktober in Israel zu einer Geisteshaltung zu werden droht.

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