SZ 15.05.2026
21:11 Uhr

(+) „Me Too“: New Yorker Prozess gegen Weinstein erneut geplatzt


Der viel beachtete Schuldspruch gegen Weinstein aus dem Jahr 2020 wurde vor einiger Zeit überraschend kassiert. Beim zweiten Urteil blieb ein Punkt offen – und jetzt ist eine Jury schon wieder uneins.

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Im dritten Anlauf des Prozesses gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein in New York hat sich eine Jury bei einem Anklagepunkt erneut nicht einigen können. Die Jury sei „hoffnungslos festgefahren“, sagte Richter Curtis Farber, wie US-Medien übereinstimmend berichteten, und erklärte den Prozess deswegen für ergebnislos beendet. Ob das Verfahren zum vierten Mal neu aufgerollt wird, war zunächst unklar.

Der heute 74-jährige Weinstein war angeklagt, 2013 eine angehende Schauspielerin in einem Hotel in Manhattan vergewaltigt zu haben. 2020 war er unter anderem deswegen zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch war 2024 allerdings aufgrund von Verfahrensfehlern überraschend wieder kassiert worden.

Der neu aufgerollte Prozess endete dann im vergangenen Sommer mit einem gespaltenen Urteil und einer zerstrittenen Jury: Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass Weinstein schwere Sexualverbrechen an einer Frau begangen habe. In einem weiteren Anklagepunkt der schweren Sexualverbrechen gegen eine zweite Frau befand ihn die Jury für nicht schuldig. In einem dritten Anklagepunkt konnte sich die Jury nicht einigen – dieser wurde nun erneut aufgerollt.

2023 war Weinstein in Kalifornien in einem separaten Strafverfahren zu 16 weiteren Jahren Haft verurteilt worden. Der Ex-Hollywood-Mogul weist die Vorwürfe, die unter dem Begriff „Me Too“ eine breite Debatte über sexuellen Machtmissbrauch auslösten, zurück.

In Kürze soll eine Entscheidung im Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein fallen. Dreimal hat Jessica Mann gegen ihn ausgesagt – mittlerweile bleibt das Gericht leer. Über ein Verfahren, das wirklich allen Glamour verloren hat.

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