SZ 07.05.2026
13:02 Uhr

(+) „Looksmaxxing“: Schön sein, bis es wehtut


Invasive Kiefer-Operationen, sich selbst mit dem Hammer ins Gesicht schlagen – der Streamer Clavicular hat „Looksmaxxing“ populär gemacht: radikale Selbstoptimierung für junge Männer. Dahinter steckt eine gefährliche Ideologie.

(+) „Looksmaxxing“: Schön sein, bis es wehtut
Clavicular heißt eigentlich Braden Peters und ist 20 Jahre alt. Mit seinen Streams und Clips erreicht er Millionen. Cassidy Araiza/The NewYorkTimes

Lange Zeit machte sich Jake keine Gedanken über sein Äußeres. Wieso auch, er hatte mehr als 45 Kilo abgenommen, war dünn, hatte sein Übergewicht überwunden. 2024 datete Jake zum ersten Mal in seinem Leben. „Das endete kläglich.“ Er dachte, etwas sei falsch mit ihm, suchte online und blieb in Foren hängen mit Menschen, zum Großteil jungen Männern, die „besessen von Aussehen“ waren. Und sich „Looksmaxxer“ nannten. So schildert es Jake per E-Mail, er ist heute 21, lebt im Mittleren Westen der USA und studiert Linguistik. Auf Reddit, einer Plattform für anonyme Beichten, schrieb er kürzlich, wie „Looksmaxxing“ sein Leben ruiniere. Er möchte seinen echten Namen darum nicht öffentlich nennen.

Daniel Schmer ist mit der Abnehmspritze zwar 25 Kilogramm leichter geworden, aber das erschwert für ihn auch manches. Das Medikament könnte Nebenwirkungen haben, die in keinem Beipackzettel stehen.

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