SZ 22.04.2026
11:18 Uhr

(+) Leute: „Ein bisschen zu extrem erzählt vielleicht“


Bill und Tom Kaulitz wollen nun doch kein Hotelzimmer im Europa-Park verwüstet haben. Jens Riewa wurde von seinem Optiker im Stich gelassen. Und Carolin Kebekus mahnt, sich in der Not Hilfe zu suchen.

(+) Leute: „Ein bisschen zu extrem erzählt vielleicht“
Zwischen Vernunft und Wahn: Die Brüder Tom (links) und Bill Kaulitz. Philipp von Ditfurth/Philipp von Ditfurth/dpa

Bill Kaulitz, 36, und Tom Kaulitz, 36, Möchtegern-Rowdies, wollen plötzlich doch nicht so wild gewesen sein. Vergangene Woche sprachen die beiden noch in ihrem Podcast von einer wilden Party und einem Hotelzimmer, das danach „asozial“ ausgesehen habe. Nun äußerten sie sich zurückhaltender. „Ich glaube, wir haben das letzte Woche ein bisschen zu extrem erzählt vielleicht“, sagte Tom Kaulitz. „Das ist halt ein bisschen ausgeartet, aber wir haben natürlich das jetzt nicht so hinterlassen, dass man sich dafür schämen müsste.“ In der vergangenen Woche hatten die Brüder von einer wilden Party nach einer Preisverleihung im Europa-Park im südbadischen Rust berichtet. Eine Sprecherin des Europa-Parks hatte daraufhin gesagt, man könne das so nicht bestätigen.

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Jens Riewa, 62, Nachrichtensprecher, hat da was am Auge. Normalerweise trägt der „Tagesschau“-Sprecher Kontaktlinsen im Fernsehen, am Dienstagabend war er jedoch mit Brille zu sehen. Auf Instagram erklärte er, sein „armer Optiker“ habe vergessen, neue Kontaktlinsen zu bestellen. Seit Jahrzehnten klappe das. Er selbst sei aber nicht ganz schuldlos, sagte Riewa. Durch die Umstellung von Monats- auf Tageslinsen sei er sich nicht sicher gewesen, was bestellt werden sollte. Wahrscheinlich sei es deshalb schiefgegangen.
Deshalb habe er um 20 Uhr mit Brille gelesen. „Kann man ja mal machen“, sagte Riewa. Ganz ungewohnt ist das Tragen einer Lesehilfe für ihn nicht. Nachts lese er mit Brille.

Gizem Çelik und Hanni Hase diskutieren am 9. Mai beim MINDPOP-Festival der SZ, warum Klatsch und Tratsch wichtig ist – und wo die Grenzen verlaufen.

Carolin Kebekus, 45, Comedian, wünscht sich eine für jeden bezahlbare Psychotherapie. „Wenn wir ein körperliches Problem haben, dann ist es klar, dass wir damit zum Arzt gehen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Aber wenn wir jeden Tag depressiv sind oder Ängste haben, die immer wiederkommen und uns enorm belasten, dann trauen wir uns vielleicht trotzdem nicht, darüber zu sprechen und Hilfe zu suchen.“ Sie glaube, dass die Gesellschaft sehr viel davon hätte, wenn Psychotherapie zugänglicher und bezahlbarer wäre.

Bodo Ramelow, 70, Linken-Politiker, hat ein Stück Kirchenglocke in der Hosentasche. „Ich selbst habe in der Hosentasche immer einen kleinen metallenen Gegenstand dabei. Es ist ein Stück der Glocke einer kleinen Dorfkirche, der letzten Glocke, die in Apolda gegossen worden ist“, sagte der ehemalige Ministerpräsident Thüringens im Podcast „Himmelklar“. Dieses Glockenstück aus der Kirche von Cospeda, Ortsteil von Jena, begleite ihn immer.

André Rieu, 76, Geiger, setzt in seiner Ehe auf Rituale. Seine Frau Marjorie, 75, mit der er seit 51 Jahren verheiratet ist, sagte der Bunten: „Um vier Uhr nachmittags machen wir immer eine kurze Pause, trinken zusammen Kaffee und naschen irgendwas Leckeres dazu.“ Das sei ihr Ritual, wenn André Rieu nach einem Auftritt in sein Schloss in Maastricht zurückkehre. Weiter sagte Marjorie Rieu: „André ist ein liebevoller Gatte, Vater und Großvater. Einen besseren kann man sich nicht wünschen.“

Veerle Hegge, die Frau des belgischen Premierministers, hat ein Buch über ihre Magersucht geschrieben, an der sie fast gestorben wäre. Damit hat sie offenbar vielen aus der Seele gesprochen.

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