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06.09.2026
20:31 Uhr
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Sachsen-Anhalt zeigt: Deutschland ist nicht mehr immun gegen Rechtsextremismus. Die Demokraten, die sich gegen diese Entwicklung stemmen, stehen vor einem wachsenden Dilemma – aber sie dürfen sich jetzt nicht verstecken.

Ulrich Siegmund wartet am Wahlabend auf ein TV-Interview.
Jens Schlueter/Getty Images
Die Bundesrepublik Deutschland, einst gegründet als Gegenentwurf zum System der Nazi-Verbrecher, ist nicht mehr immun gegen Rechtsextremismus. Am Sonntag hat die rechtsextreme AfD in Sachsen-Anhalt laut vorläufigem Ergebnis 43,8 Prozent erzielt - zum ersten Mal bei einer Land- oder Bundestagswahl fast die Hälfte der Stimmen. Vom lange gehegten Glauben, Nazis oder deren Sympathisanten und Verharmloser seien in Deutschland für immer von der Macht verbannt, bleibt jetzt die Mahnung, dass nichts auf ewig gesichert ist.
Das Bundesland erlebte nach dem Ende der DDR einen besonders schwierigen Start. Bis heute leidet Sachsen-Anhalt am massiven Rückgang der Einwohnerzahl – besonders junge Frauen ziehen weg.
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