Wenn von staatlichen Bankenrettungen die Rede ist, denken viele zuerst an die Finanzkrise vor fast zwei Jahrzehnten. Leicht gerät dabei in Vergessenheit, dass der Staat auch in jüngerer Zeit zuweilen Banken stützen musste, so wie Niedersachsen vor sieben Jahren die Landesbank Nord-LB: 2019 rettete das Land die Bank mit insgesamt etwa 3,6 Milliarden Euro, wobei ein Teil davon die Sparkassen-Finanzgruppe und andere Landesbanken stemmten. Hohe Verluste aus Schiffskrediten und gestiegene regulatorische Anforderungen hatten die Nord-LB in eine existenzbedrohende Lage gebracht. Ohne das Hilfspaket hätte die Bank abgewickelt oder privatisiert werden müssen.
