Die Babys sind ruhig geblieben, als die Welt um sie herum bebte. „Keines hat geschrien“, sagt Aurora Luna. Drei Tage nach dem Erdbeben in Kolumbien sitzt die Krankenschwester in jenem Teil des Hospital Universitario del Valle in Cali, der noch steht, und erzählt von einer Rettungsaktion, die später viral gegangen ist. Wie um die Babys herum Monitore auf den Boden fielen, Computer, Medikamente. Sie habe gebetet, erzählt Luna. Als es nach rund einer Minute, einer Ewigkeit, vorbei war, habe sie einem älteren Patienten geholfen, die Treppen hinunterzukommen. Dann seien ihr die Neugeborenen in den Sinn gekommen.
