SZ 29.04.2026
16:19 Uhr

(+) Klingbeils Haushaltsentwurf: „Ich kann nichts dafür, dass 20 Jahre lang alles kaputtgespart wurde“


Steigende Ausgaben, neue Abgaben und viel mehr Schulden: Finanzminister Lars Klingbeil verteidigt seine Etatplanung gegen scharfe Kritik von allen Seiten. Ein paar Fragen muss er jedoch offen lassen.

(+) Klingbeils Haushaltsentwurf: „Ich kann nichts dafür, dass 20 Jahre lang alles kaputtgespart wurde“
Wachstum und Beschäftigung fördern, das Land krisenfester machen: Das sei Ziel seiner Budgetplanung, sagt Finanzminister Lars Klingbeil. Omer Messinger/Getty Images

Lars Klingbeil hatte sich selbst noch gar nicht geäußert zu seinem jüngsten Zahlenwerk, da war sein wichtigster Feuerwehrmann schon seit fast 20 Stunden im Einsatz, um all die Brände zu löschen, die der Bundesfinanzminister mit der Veröffentlichung der Haushaltseckwerte für 2027 am Vortag entfacht hatte. Von „Luftbuchungen“ war in Zeitungskommentaren und sozialen Netzwerken die Rede, von „Trickserei“, „Hokuspokus“ und „Reformverweigerung“. Das Echo fiel so verheerend aus, dass Jens Südekum kaum nachkam mit seinen Beschwichtigungen und Gegenäußerungen.

Das Gesundheitssystem finanziert sich auch mit Geld aus dem Bundeshaushalt. Dieser Zuschuss soll jetzt überraschend gekürzt werden. Die Krankenkassen sind verärgert.

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