SZ 18.05.2026
08:45 Uhr

(+) Kino: Kann man Boden besitzen?


Der Einzug der Moderne zerstört den Traum der Gemeinsamkeit: Das Historiendrama „Palästina 36“ erzählt von den Ursprüngen des Nahostkonflikts.

(+) Kino: Kann man Boden besitzen?
Palästina wird hier gezeigt als ein Land, dessen Traditionen brutal zerstört werden: Szene aus „Palästina 36“. Alamode

Ein Zug fährt durch die Wüste von Palästina, Reiter galoppieren neben ihm her, ihr Anführer entert einen Waggon und tritt ins Passagierabteil. Er geht die Sitzreihen entlang und lässt sich von den Passagieren – bürgerlich, wohlhabend – Geld und Schmuck aushändigen, selbst Ohrringe. Man kennt diese Szene aus Dutzenden amerikanischen Western. Die Räuber hier sind patriotisch motiviert, sie kämpfen um ihr Land, das ihnen genommen wird, und die Arbeit, die ihnen versagt wird. Die überfallenen Passagiere reagieren indigniert und irritiert, ein bisschen Empörung ist auch dabei, aber doch auch eine gewisse Solidarität, ein Einverständnis, das man nicht kennt aus den Western.

Sind Profis wie Pedro Pascal und Sigourney Weaver vor dem ersten Drehtag noch aufgeregt? Ein Gespräch über durchwachte Nächte, Selbstzweifel – und ihre Liebe zu „Baby Yoda“ aus ihrem „Star Wars“-Film „The Mandalorian and Grogu“.

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