Auch wenn er vor seiner Visite im Vatikan sagte, er wolle mit dem Papst über Probleme wie Christenverfolgung sprechen, so war doch klar, was Marco Rubio, US-Außenminister von Donald Trumps Gnaden, wirklich in Rom im Sinn hatte: die Dinge wieder ins Reine bringen zwischen seinem Boss, dem Präsidenten, und dem Papst. Denn in den vergangenen Tagen war es zu einem Spektakel gekommen, das es so noch nie gegeben hat: Der erste Mann Amerikas legte sich öffentlich mit dem Oberhaupt von nicht weniger als 1,4 Milliarden Katholiken weltweit an (gut 70 Millionen von ihnen sind US-Bürger; die katholische Kirche ist die größte Religionsgemeinschaft in den Vereinigten Staaten).
