SZ 22.04.2026
06:00 Uhr

(+) „Islamistischer Staat“: Wie das BKA ehemalige IS-Terroristen in Deutschland aufspürt


Unbemerkt von den Behörden lebten jahrelang mutmaßliche Milizionäre des „Islamischen Staats“ in Deutschland. Jetzt kann das Bundeskriminalamt die Islamisten reihenweise enttarnen – dank eines gigantischen Datensatzes.

(+) „Islamistischer Staat“: Wie das BKA ehemalige IS-Terroristen in Deutschland aufspürt
Collage: Felix Hunger; reuters

Rakan A. war noch ein Teenager, etwa 15 Jahre alt, als der „Islamische Staat“ seine Heimatstadt Mossul im Irak einnahm. Und wenn es stimmt, was die Ermittler von Generalbundesanwalt und Bundeskriminalamt (BKA) kürzlich rekonstruiert haben, dauerte es nicht lange, da schloss sich auch A. der Terrormiliz an: vielleicht aus Neugier und Abenteuerlust, womöglich unter Zwang? Oder mit Überzeugung? Jedenfalls wurde A. zunächst in der Militärverwaltung eingesetzt, dann diente er offenbar in Kampfeinheiten der „Dhat-al-Sawari“-Division. Jahre später flüchtete er nach Deutschland.

An Tag 22 beschreiben Bekannte Farhad N. teilweise als „nervig“ und „eine Zeitverschwendung“ – und sie sprechen über seine Religiosität. Die SZ dokumentiert jeden einzelnen Prozesstag.

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