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30.06.2026
15:22 Uhr
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Zum Schutz der heimischen Stahlhersteller halbieren die Europäer zugleich ihre Einfuhrquote. Das hat viel mit China zu tun – und mit Donald Trump.

Mit der neuen Verordnung will die EU den Stahlproduzenten Zeit kaufen – und sie vor Billigimporten schützen. Federico Gambarini/dpa
Die Quote ist auf Tausend Kilogramm genau festgelegt, unverrückbar steht sie da gleich auf der ersten Seite hinter der ersten Ziffer im Gesetz. 18 345 922 Tonnen Stahl dürfen von diesem Mittwoch an noch pro Jahr in die EU eingeführt werden, so hat es die Europäische Kommission ausgerechnet. Für jedes weitere Kilogramm Stahl fällt beim Import ein Zoll von 50 Prozent an. Der Zollsatz ist jetzt doppelt so hoch wie nach dem bisherigen Regime, bei einer um fast die Hälfte reduzierten Quote. Damit hat sich die EU für eine radikale Maßnahme zum Schutz der heimischen Stahlindustrie entschieden.
In Gelsenkirchen fertigt ein Stahlwerk besondere Bleche, die wichtig sind für die Energiewende. Die Nachfrage wächst, und in Europa gibt es kaum Konkurrenz. Trotzdem ist der Standort in Gefahr – weil chinesische Rivalen den Markt aufrollen.
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