Irgendwann, der Clásico war längst vorüber, hatte es den Anschein, Hansi Flick stehe ganz allein auf dem Rasen des Camp Nou. Der Himmel über Barcelona hatte sich in jeder Hinsicht verdunkelt – weil die Nacht hereingebrochen war und sich drohende Wolken übers noch immer im Umbau befindliche Rund geschoben hatten –, und auch das Licht war gedimmt worden, da kündigte der „Speaker“ an, der Trainer des FC Barcelona würde sprechen. „El nostre entrenador Haaansi …“, rief er. „Flick!“, antworteten rund 62 000 Menschen. Dann war ein Spot auf ihn gerichtet, das Stadion wurde so still, wie ein Stadion nur still sein kann, obwohl doch gerade der Meistertitel gesichert worden war. Und das auch noch gegen Real Madrid, und Flick, 61, setzte auf Katalanisch zu einer kurzen Rede an. „Bona nit, culers“, guten Abend, Barça-Fans, sagte er, ehe er um Vergebung bat, dass er doch auf Englisch fortfahren müsse: „Es war ein harter Tag. Ein harter Tag. Ich werde ihn nie vergessen.“
