SZ 09.09.2026
17:36 Uhr

(+) Gipfeltreffen in Paris: Ruckeliger Start für Europas Weltraummission


Beim ersten Weltraumgipfel beanspruchen die Europäer ihren Platz im All. Auf Druck des Weißen Hauses canceln aber US-Firmen ihre Teilnahme, auch Kanzler Merz sagt ab. Ist das Verhältnis zwischen Berlin und Paris so zerrüttet?

(+) Gipfeltreffen in Paris: Ruckeliger Start für Europas Weltraummission
Flankiert von Astronauten und begleitet vom griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis eröffnete der französische Präsident Emmanuel Macron den Weltraumgipfel im Grand Palais in Paris mit einem aufmunternden Ruf: „Es lebe der Weltraum!“
Ludovis Marin/AFP

Ausgerechnet der erste internationale Weltraumgipfel steht unter keinem guten Stern. Zuerst zogen sich Branchengrößen wie Elon Musks Space-X und Jeff Bezos’ Blue Origin zurück, dann sagte auch noch Bundeskanzler Friedrich Merz ab. Die französischen Medien verweisen zwar auf die Generaldebatte im Bundestag und die Turbulenzen nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt, deuten aber die Absage des deutschen Bundeskanzlers als Zeichen des Zerwürfnisses zwischen den beiden Ländern. Denn eigentlich wollten der französische Präsident Emmanuel Macron und Merz den Gipfel gemeinsam leiten, das hatten sie in einer Pressekonferenz Mitte Juli angekündigt. Die Planungen wurden in Paris und Berlin vorangetrieben, in gutem Einvernehmen, wie im Élysée-Palast beteuert wird. Wenngleich eingestanden wird, dass es bei manchen Themen Meinungsverschiedenheiten oder gar Rivalitäten gibt. Die für Raumfahrt zuständige Ministerin Dorothee Bär, die den Kanzler in Paris vertritt, verwies im Gespräch mit Journalisten auf die gute Zusammenarbeit mit Frankreich: „Wenn es an der einen oder anderen Stelle Meinungsverschiedenheiten oder Unterschiede gibt, werden wir das lösen können.“

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