SZ 03.09.2026
11:36 Uhr

(+) Film: Wild und manchmal grausam


Wenn das Siegenmüssen zum Dämon wird: In „That's why the Lady is a Champ“ spielt Sydney Sweeney die erste weltweit anerkannte Boxerin: Christy Martin.

(+) Film: Wild und manchmal grausam

Sydney Sweeney fletscht die Zähne und schaut aus wie ein Gorilla in diesem Film, der weiße Mundschutz blitzt hell auf, den die Boxer sich überschieben im Ring. Es ist ein erschöpftes, erleichtertes, aber auch fieses Grinsen – sie hat mal wieder eine Gegnerin auf die Matte geschickt. Sweeney ist „Christy“, im gleichnamigen Film des australischen Regisseurs David Michôd, der in deutschen Kinos den Titel „That's Why The Lady Is A Champ“ trägt, angelehnt an den Song von Frank Sinatra, in dem die Lady kein „Champ“, sondern ein „Tramp“ ist.

Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller seine Tochter Erika. „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski ist einer der besten Filme des Jahres – eine Reflexion über die Kunst und über Deutschland, präzise wie ein Laserstrahl.

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