SZ 29.04.2026
16:03 Uhr

(+) Festival „Radikal jung“: Happy Birthday, du Freak!


Immer politisch und ästhetisch offen: „Radikal jung“, das Festival für junge Regie des Münchner Volkstheaters, feiert die ersten 20 Jahre seines Bestehens.

(+) Festival „Radikal jung“: Happy Birthday, du Freak!
„Antigone“ von Roland Schimmelpfennig nach Sophokles, inszeniert von Mikheil Charkviani am Staatstheater Wiesbaden. Vorne die Schwestern Ismene (Sandrine Zenner, li.) und Antigone (Tabea Buser). Maximilian Borchardt

Es hätte so schön werden können für Noah und Yasmin. Raus aus der Stadt, 42 Quadratmeter mit zwei Kindern, das ist zu eng, dann besser dieses Haus ersteigern, war eine Auktion, also bezahlbar. Dass sich das Anwesen dann als vollgemüllte Messie-Bude herausstellte, tat der Begeisterung für das Projekt Dorfleben keinen Abbruch, muss man halt entmüllen. Und die Luft hier draußen ist herrlich. Doch da sind halt noch die Nachbarn. Nebenan weht eine „Reichsflagge“, falls jemand aus dem Dorf grüßt, dann mit steifem rechten Arm, der Briefkasten wurde schon mal beschmiert, eine Scheibe eingeworfen. Noah spielt das runter, Yasmin explodiert.

Die Münchner Kammerspiele machen jetzt auch Musiktheater – „Eurydike und Orpheus“ ist ein faszinierendes Experiment. Zumindest anfangs geht es wunderbar auf.

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