SZ 20.04.2026
11:30 Uhr

(+) FC Bayern gegen VfB Stuttgart: Schlägerei vor Allianz-Arena: Mehr als 500 Fans in Gewahrsam genommen


Anhänger des VfB Stuttgart sollen etwa zwei Stunden vor Anpfiff Bayern-Fans angegriffen haben. Als die Polizei dazwischengeht, werden acht Beamte verletzt.

(+) FC Bayern gegen VfB Stuttgart: Schlägerei vor Allianz-Arena: Mehr als 500 Fans in Gewahrsam genommen

Vor dem Spiel des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart ist es am Sonntagnachmittag zwischen Anhängern beider Vereine zu Krawallen gekommen. Die Polizei schritt mit einem großen Aufgebot ein und nahm schließlich mehr als 500 VfB-Fans in Gewahrsam.

Die Konfrontation begann schon gegen 15 Uhr. Die Stuttgarter rannten vom U-Bahnhof Fröttmaning zur Esplanade vor dem Stadion, wo die FC-Bayern-Anhänger auf den Einlass warteten. Dort kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen, wobei sich einige der Randalierer auch vermummten. Mit Schlagstöcken und Reizspray versuchte die Polizei, die beiden Gruppen zu trennen. Dabei wurden acht Polizisten verletzt. Ob es unter den Beteiligten Verletzte gab, ist noch nicht bekannt.

Mehr als 500 Stuttgarter wurden daraufhin in Gewahrsam genommen und kontrolliert – zunächst war am Abend von etwa einhundert Fans die Rede gewesen. Die Polizei fand bei ihnen Vermummungsutensilien und Masken sowie Handschuhe und Gebiss- oder Zahnschutz. Danach wurden die Verdächtigen mit Bussen ins Polizeipräsidium an der Ettstraße in der Innenstadt transportiert. Alle wurden im Lauf des Abends wieder entlassen. Es wird nun wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, des Widerstandes sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Das Bundesliga-Duell zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart wurde regulär angepfiffen – mit einem 4:2 holten die Bayern vier Spieltage vor Saisonende ihren 35. Meistertitel.

Erst vor wenigen Tagen gab es einen Zwischenfall in der Allianz-Arena, als beim Champions-League-Viertelfinale Zuschauer den Zaun zum Innenraum überwanden und dabei Fotografen verletzten. Christoph Freund, Sportdirektor des FC Bayern, hatte sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt, aber betont, dass die Münchner Fußballarena für Sicherheit stehe und auch von Familien mit Kindern ohne Sorgen aufgesucht werden könne.

15 Punkte und 50 Tore Vorsprung: Der FC Bayern schlägt Stuttgart mit 4:2 und ist vier Spieltage vor Schluss endgültig nicht mehr einzuholen. Gefeiert? Wird kaum. Es gibt ja noch mehr zu gewinnen.

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