SZ 21.04.2026
15:14 Uhr

(+) Debatte: Warum haben wir nichts gelernt?


Als  1973 das Öl knapp wurde, stand der Westen unter Schock. Fast jede Regierung schränkte den Gebrauch privater Autos ein. 50 Jahre später streitet Deutschland über Tankstellenpreise – als sprudle das schwarze Gold aus einer nie versiegenden Quelle.

(+) Debatte: Warum haben wir nichts gelernt?
Leere Autobahn in der Ölkrise im Jahr 1973: Damals saß der Schock tief. Hannes Hemann

Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur, sprach kürzlich eine eindringliche Mahnung aus: Der Iran-Krieg stelle die„größte Energiekrise in der Geschichte der Menschheit“ dar. Im SZ-Interview sagte er, die Krise durch die Blockade der Straße von Hormus sei größer als die Ölkrisen von 1973 und 1979 und die Gaskrise von 2022 zusammen. „Wir werden die Folgen viele Monate spüren, wenn nicht Jahre.“

Der völlige Zusammenbruch hat es in die Sprache junger Menschen geschafft. Warum das mehr ist als eine ironische Antwort auf die Weltuntergangsstimmung – und was es generell über die emotionale Verfasstheit im Jahr 2026 erzählt.

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