SZ 13.04.2026
18:44 Uhr

(+) Debatte: Ist der Ruf erst ruiniert


Viktor Orbán hat die Wahl in Ungarn zwar verloren – aber sein Wahlkampf war eine Warnung für die Zukunft: Seine Truppe versuchte nicht einmal mehr, so zu tun, als spiele sie nach den Regeln.

(+) Debatte: Ist der Ruf erst ruiniert

Zwei Tage vor seiner krachenden Niederlage versuchte sich Viktor Orbán noch einmal in einer Kunst, die er in den vergangenen 16 Jahren an der Macht zunehmend perfektioniert hat: Angstmache, Einschüchterung, Lügen. „Der Gegner“ – den Namen seines Herausforderers Péter Magyar hatte er in einem zunehmend aggressiven Wahlkampf kaum ausgesprochen und tat es auch diesmal nicht –, der Gegner also kollaboriere mit ausländischen Geheimdiensten, rede von Wahlbetrug, organisiere Chaos und versuche, das Wahlergebnis durch eine „internationale Dämonisierung“ von Fidesz infrage zu stellen.

Der US-Präsident steckt im Iran-Krieg in der Logik der Eskalation fest. Zugleich schwindet seine Macht zu Hause. Ideale Bedingungen für einen Putsch. Fünf Szenarien – und ein Hoffnungsschimmer.

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