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16.06.2026
14:52 Uhr
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Nach Suhrkamp verlässt der zweite bedeutende Verlag Frankfurt am Main. Der Schritt wirft auch ein Schlaglicht auf die massiven Umbrüche im Literaturbetrieb.

Zumindest die Messe bleibt in Frankfurt, hier der Stand der S.-Fischer-Verlage. Arne Dedert/Arne Dedert/dpa
Als vor vier Jahren der ehemalige Lektor Oliver Vogel die Leitung des geschichtsträchtigen Frankfurter S. Fischer Verlags übernahm, bestand eine seiner ersten Amtshandlungen darin, das Berliner Büro deutlich auszubauen. Bis dahin diente die Niederlassung am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte vor allem als Hauptstadtadresse. Kurz nach Vogels Amtsantritt zogen unter anderem die Programmleitungen der verschiedenen Sparten um. Schon damals hieß es, dass man sich eben dem Umstand stellen müsse, dass mehr als die Hälfte der Autorinnen und Autoren des Verlags in Berlin lebten, dass kulturelle Stimmungen am frühesten dort spürbar würden und sich in der Berliner Republik das Geschehen nun einmal in der Hauptstadt konzentriere.
Während Einzelne für ihre Bücher hohe Vorschüsse kassieren, können sich viele das Leben als Schriftsteller kaum noch leisten. Eine aktuelle Debatte über Ungleichheit auf dem Buchmarkt, übersieht, was wirklich schiefläuft.
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