SZ 19.03.2026
12:11 Uhr

(+) Berching in der Oberpfalz: 15-Tonnen-Rotorblatt bricht von Windrad ab


Das 60 Meter lange Bauteil stürzt zu Boden. In der Nähe ist zum Glück niemand. Wie oft kommen solche Rotorblattbrüche vor?

(+) Berching in der Oberpfalz: 15-Tonnen-Rotorblatt bricht von Windrad ab

Bei Berching in der Oberpfalz ist ein 15 Tonnen schweres Rotorblatt von einer Windkraftanlage abgebrochen und zu Boden gestürzt. Wie das Betreiberunternehmen mitteilte, wurde niemand verletzt. In der 30-jährigen Geschichte des Unternehmens sei dies der erste Vorfall dieser Art, sagte eine Sprecherin der Windpower-Gesellschaft aus Regensburg.

Es werde mit Hochdruck an der Klärung der Ursache gearbeitet. Die Techniker des Unternehmens würden dabei von einem Gutachter unterstützt. Laut Polizei wurde vorübergehend eine Straße in unmittelbarer Nähe gesperrt.

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Der Unfall ereignete sich im Bürgerwindpark von Berching (Landkreis Neumarkt). Das betroffene Windrad ist im Jahr 2012 gebaut worden, im November ist es nach Angaben des Unternehmens zuletzt gewartet worden. Die Windkraftanlage ist mehr als 140 Meter hoch, ein Rotorblatt hat eine Länge von knapp 60 Metern.

Ähnliche Unfälle an Windrädern gibt es zwar immer wieder, die Anlagen werden generell aber als sehr sicher eingestuft. Nach Angaben der Bayerischen Staatsregierung sind solche Schäden letztlich selten.

Der TÜV-Verband habe zuletzt etwa 50 gravierende Schäden an Windenergieanlagen pro Jahr in Deutschland verzeichnet, wobei rund 30 000 Anlagen in Betrieb seien. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rotorblatt abbricht oder sich ein anderer schwerer Schaden ereignet, liegt also bei weniger als zwei Promille (0,2 Prozent)“, heißt es auf einer Informationsseite des Wirtschaftsministeriums in München zur Sicherheit bei Windkraftanlagen.

Der Berchinger Windpark besteht aus insgesamt zehn Windkraftanlagen. Sechs davon würden von der Bürgerbeteiligungsgesellschaft der Windpower-Gruppe betrieben, teilte das Unternehmen mit. Etwa 2400 Personen sowie acht Kommunen seien an den Erträgen der Anlagen beteiligt.

Der Freistaat ist „Sonnenland Nummer eins“, prahlt Ministerpräsident Markus Söder. Was er nicht sagt: Ein wachsender Teil der Solarenergie kommt im Stromnetz gar nicht an. Die Verbraucher zahlen trotzdem.

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