Ein paar Wochen nur ist es her, da vermengte sich in Barcelona die drückende Sommerhitze mit einem kühlen Hauch der Angst. Er war vom Berg Tibidabo bis hinunter zum Mittelmeer zu spüren und wehte durch die Gassen des Gòtic und des Raval. Mittelstürmer Robert Lewandowski war verschwunden, ebenso Ferran Torres, und die geplante Verpflichtung von Julián Álvarez (Atlético Madrid) schlug fehl. Und jetzt, wenige Wochen später? Wirkt die Furcht vor einem Vakuum im Angriff des FC Barcelona wie unverständliche Vergangenheit. Denn der Trainer Hansi Flick hat seinen Spieler Raphael Dias Belloli, genannt Raphinha, geboren in Porto Alegre, neu erfunden, zum wiederholten Mal. Raphinha, 28, hat in der laufenden Saison in sieben Liga- und einem Champions-League-Spiel bereits 14 Tore erzielt und drei Assists geliefert. Am vergangenen Wochenende führte er Barça mit einem Hattrick zum 3:1 beim FC Sevilla. Die Katalanen sind unangefochten Tabellenführer der spanischen Liga und Favorit auf den Champions-League-Titel.
