|
20.05.2026
12:40 Uhr
|
Google hat Wear OS 7 angekündigt. Das Update verspricht eine längere Akkulaufzeit, neue Widgets und eine tiefere Integration von Gemini-KI-Funktionen.

Google hat Neuerungen für Wear OS 7 in einem Blogpost im Android-Developers-Blog angekündigt. Während das Unternehmen für Android 17 und Gemini Intelligence ein eigenes Event vor der Google I/O veranstaltet hat, wurden die Updates für Wear OS 7 auf kleinerer Bühne angekündigt – in einem Post im Android-Developers-Blog. Google zufolge handelt es sich dabei dennoch um „ein umfangreiches Update, das Anwendern und Entwicklern gleichermaßen eine neue Ära der Energieeffizienz und Intelligenz beschert“.
Zu den angekündigten Neuerungen zählen Funktionen wie die im vergangenen Jahr mit Android 16 angekündigten Live-Updates, mit denen Nutzerinnen und Nutzer Lieferungen, Fahrdienste und Sportergebnisse in Echtzeit im Blick behalten können. Diese können damit künftig sowohl auf der Uhr als auch auf dem Smartphone angezeigt werden.
Laut Google wird es mit Wear OS 7 auch möglich sein, App-Automatisierungen für „ausgewählte Smartphone-Apps“ zu starten und zu verfolgen. Als Beispiel nennt das Unternehmen die Bestellung über DoorDash. Außerdem führt das Unternehmen eine AppFunctions-API ein, damit Entwickler Assistenten und Agenten wie Gemini in ihre Apps integrieren können. Google nennt als Beispiel das Starten eines Laufs über die Samsung Health-App, indem man Gemini einfach sagt: „Fang an, meinen Lauf aufzuzeichnen.“
Ferner landen einige KI-Funktionen auf Wear OS 7, darunter Gemini Intelligence, Googles personalisierte und proaktive Gemini-Funktionen. Diese sollen jedoch nur auf „ausgewählten Uhren“ verfügbar sein, die „im Laufe dieses Jahres“ auf den Markt kommen. Wear OS erhält zudem ein Upgrade seiner Widget-ähnlichen Kacheln: Mit dem Update auf Wear OS 7 fügt Google seinem Uhren-OS „Wear Widgets“ hinzu, die ein wenig an Android-Widgets anmuten und sich in kleinen oder großen Layouts in 2x1- und 2x2-Formaten anpassen.
Außerdem bringt Wear OS 7 Optimierungen bei der Mediensteuerung: Wenn ein Nutzer über sein Smartphone eine Medienwiedergabe in einer App startet, kann er automatisch festlegen, dass die Steuerelemente der Wiedergabe auf der Smartwatch angezeigt werden. Über die Watch können Nutzer zudem die Medienwiedergabe des gekoppelten Smartphones steuern, um zum Beispiel von den Lautsprechern auf Kopfhörer umzuschalten.
Google verspricht ferner eine Verbesserung der Akkulaufzeit um „bis zu“ 10 Prozent im Vergleich zu Wear OS 6 bei durchschnittlicher Nutzung. Das Unternehmen gibt an, diesen Zuwachs mit „Verbesserungen an der Plattform“ erreicht zu haben, damit Nutzer „mehr mit ihren Lieblings-Apps machen können“.
Wear OS 7 bietet Google zufolge eine native Fitness-Tracking-Funktion namens „Wear Workout Tracker“. Mit dieser müssen App-Entwickler keine eigene Fitness-Tracking-Suite von Grund auf neu entwickeln. „Der Workout Tracker bietet ein umfassendes, standardisiertes Trainingserlebnis, das Herzfrequenzmessung, Mediensteuerung und eine Reihe weiterer nützlicher Funktionen umfasst, mit denen Sie den Entwicklungsaufwand reduzieren und Ihren Nutzern gleichzeitig ein hochwertiges Erlebnis garantieren können“, erklärt Google. Das Unternehmen fügt hinzu, dass es mit Asics Runkeeper zusammenarbeitet, um die Funktion auf Wear OS zu bringen.
Wear OS 7 lässt sich schon vor der Verteilung auf kompatible Smartwatches im Laufe dieses Jahres im Wear-OS -7-Canary-Emulator in Android Studio ausprobieren.
(afl)