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18.03.2026 11:00 Uhr |

Das Duell, das eigentlich schon lange keines mehr ist, geht in eine neue Runde: Seit 1982 belauern sich Mercedes und BMW in der Mittelklasse. Damals bekam der BMW 3er, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1966 zurückreichen, den Mercedes 190 als Konkurrenten hinzu. In diesem Jahr stellen beide batterieelektrische Ausführungen von 3er und C-Klasse vor. Den Anfang macht der BMW i3, doch dieser Vorsprung dürfte nicht lange währen.
Seine äußere Erscheinung hat nichts von der optischen Leichtigkeit, die frühere Dreier-Generationen auszeichnete. Bullig und massiv ist sein Auftreten, insbesondere im Heckbereich. Die Niere ist nur noch zart angedeutet. Hinten ragen die Rückleuchten weit in die Kofferraumklappe hinein. Auch BMW hat sich die ausfahrenden Türgriffe nicht sparen wollen. Der Aerodynamik ist auch ein kleiner Spoiler über dem Hinterrad geschuldet. Insgesamt misst das Auto 4,76 m, der Radstand 2,9 m. Das sollte wahrlich reichen, um ein großzügiges Platzangebot offerieren zu können. Anders als bei Mercedes ist auch ein Kombi in Arbeit.
BMW
Der i3 ist ein komplett neues Auto und wirkt dennoch gerade im Innenraum fast vertraut. BMW übernimmt das Armaturenbrett praktisch nahezu komplett aus dem iX3. Die Verantwortlichen zeigen dabei einigen Mut, denn zahlreiche Details sind grundlegend anders aufgebaut als in anderen Autos. Das Lenkrad trägt seine Speichen oben und unten, ein Kombiinstrument dahinter gibt es nicht. Stattdessen verbaut BMW unter der Windschutzscheibe eine schmale Leiste, die in Teilen konfiguriert werden kann. Das 17,9-Zoll-Display in der Mitte ist ein zum Fahrer hin gekipptes Parallelogramm. Zweifelsohne bricht all das mit vielen Konventionen, und die Flut an iX3-Bestellungen muss die Designer in ihrer Kühnheit bestätigen. Derart reichlich vorgetragene Forschheit wird polarisieren, und BMW geht hier ins volle Risiko.
Ein Display vor dem Beifahrer ist auch optional nicht vorgesehen. Anders als im Dreier mit Verbrenner, der in diesem Jahr mit einer umfangreichen Modellpflege ebenfalls in diese Verpackung gesteckt werden soll, lässt sich das Glasdach im i3 nicht öffnen – ganz so, wie es BMW in 5er und 7er seit ein paar Jahren handhabt. Ausgewählte Smartphones oder -watches lassen sich als Fahrzeugschlüssel einrichten und der Zugang, auf Wunsch auch zeitlich begrenzt, auf diese Art digital weiterreichen. So kann das Auto aus der Ferne verliehen werden. Das ist nur ein winziger Ausschnitt einer riesigen digitalen Spielwiese, die BMW über den App-Store ausrollen wird.