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21.05.2026
13:35 Uhr
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Volvo rüstet seine Fahrzeuge mit Google Gemini und immersiver Navigation auf. Die KI soll Verkehrszeichen analysieren und beim Parken assistieren.

Mit den im Zuge der Android Show: I/O Edition angekündigten neuen Android-Automotive-Funktionen erhalten Fahrzeuge neue KI-Fähigkeiten. Während der Google I/O 2026 hatte Volvo das Modell EX60 mit „vorausschauendem“ Google Gemini gezeigt. Dabei erhält Gemini unter anderem Zugriff auf die fahrzeugeigenen Kameras und soll damit ein „besseres Verständnis“ der Fahrzeugumgebung in Echtzeit erhalten.
Volvo schreibt in seiner Ankündigung, dass Google Gemini mithilfe der Kamera – sofern die Fahrerin oder der Fahrer es erlaube – die Umgebung aus Fahrzeugperspektive analysiere. Mithilfe der KI lassen sich dem Unternehmen zufolge etwa „Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen noch besser verstehen“. Beispielsweise lassen sich auf der Urlaubsreise im Ausland Informationen zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten oder Restaurants abrufen.
Zudem soll das Parken einfacher und komfortabler werden, erklärt Volvo. Denn die KI könne Hinweisschilder in Echtzeit auslesen und interpretieren und Fahrern dabei helfen, „zeitliche Einschränkungen, Halteverbote und erforderliche Parkgenehmigungen zu erkennen sowie die fälligen Gebühren in Erfahrung zu bringen“.
Eines der ersten Fahrzeuge mit den KI-Funktionen scheint das E-SUV EX60 zu werden: Es „bildet die ideale Plattform, um die Zukunft kontextbezogener Fahrerlebnisse zu erkunden“, erklärt Alwin Bakkenes, Leiter der globalen Softwareentwicklung bei Volvo Cars. Die vorgestellten Konzepte sollen einen ersten Einblick geben, „wie kontextbezogene KI-Erlebnisse in Zukunft Teil des alltäglichen Fahrerlebnisses werden“, heißt es weiter.
Google arbeitet eigenen Angaben zufolge eng mit Autoherstellern wie Volvo zusammen. Damit sei eine tiefere Integration in die Hardware von Fahrzeugen möglich. Daher könne Gemini unter anderem künftig fahrzeugspezifische Fragen beantworten – beispielsweise die Funktion einer mysteriösen Kontrollleuchte auf dem Armaturenbrett oder ob der Fernseher, den man transportieren möchte, in den Kofferraum passt.
Konkreter wird Volvo beim Einzug der immersiven Navigation in Google Maps: Diese werde zunächst in den Modellen Volvo EX60, EX90 und ES90 angeboten. Da hierfür auch die Frontkamera der Fahrzeuge genutzt werde, sei etwa die Echtzeit-Spurführung präziser. Sie werde zudem vollständig im Fahrzeug ausgeführt. Die Live-Spurführung erkenne überdies, auf welcher Spur man sich befinde, und könne in Echtzeit Hinweise per Sprache geben, wann man die Spur wechseln oder abfahren muss. Laut Volvo biete die Sprachführung neben Informationen zu Entfernung und Zeitangaben auch reale Orientierungspunkte wie: „Fahren Sie an dieser Ampel vorbei und biegen Sie nach der Bibliothek in die nächste Straße links ab“.
Volvo ist nicht das einzige Unternehmen, das auf Android Automotive mitsamt Google-Diensten setzt. Weitere Partner sind etwa Ford, Polestar, Renault, Nissan, BYD, Mitsubishi und weitere. Welche der Fahrzeughersteller die neuen Gemini-Funktionen und immersive Navigation in ihre Autos integrieren, ist noch unklar.
(afl)