Der US-Taxidienst Uber bietet ab dem heutigen Donnerstag Fahrten mit autonom fahrenden Taxis in der britischen Hauptstadt London. Dabei kooperiert Uber mit dem britischen Unternehmen Wayve. Allerdings ist das Angebot noch nicht sehr groß.
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03.09.2026 11:56 Uhr |

Der US-Taxidienst Uber bietet ab dem heutigen Donnerstag Fahrten mit autonom fahrenden Taxis in der britischen Hauptstadt London. Dabei kooperiert Uber mit dem britischen Unternehmen Wayve. Allerdings ist das Angebot noch nicht sehr groß.
„Ab heute können Londoner, die einen UberX-, Uber Electric- oder Uber Comfort-Fahrdienst anfordern, ohne zusätzliche Kosten eine Wayve-Fahrt bekommen, wobei die Fahrpreise vorab in der App angezeigt werden“, teilte Uber mit. Es sei die Premiere für Fahrten mit Robotaxis in Großbritannien.
Die Robotaxis werden laut Uber in ganz London unterwegs sein, außer an den Flughäfen. Wer künftig lieber mit einem Robotaxi als einem konventionellen Fahrzeug chauffiert werden möchte, könne das in der App in den Voreinstellungen aktivieren. Über 140.000 Londoner haben das laut Uber bereits gemacht.
Die Chance, eines der Robotaxis zu erwischen, dürfte damit recht gering sein: Der Dienst umfasse zum Start gerade einmal 15 der automatisiert fahrenden Mustangs, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian.
Die Fahrzeuge sind elektrische Ford Mustang, die Wayve mit Systemen für automatisiertes Fahren ausgestattet hat. Anfangs muss jedoch zur Sicherheit noch ein Mensch hinter dem Steuer sitzen. Wie lange, ist noch nicht entschieden. Das Unternehmen arbeite daran, aber die Technik müsse noch weiter entwickelt werden, sagte Wayve-Chef Alex Kendall dem Guardian. „Ich möchte keinen Zeitrahmen nennen, aber so schnell wie möglich.“
Damit hat Uber seine Konkurrenten überholt: Waymo, die Tochter des US-Konzerns Alphabet, hatte im Oktober vergangenen Jahres angekündigt, seine Robotaxis nach London zu bringen.. Auch der chinesischen Digitalkonzern Baidu will nach London. Beide testen aber noch.
Wayves Ansatz beim automatisierten Fahren unterscheidet sich laut dem Unternehmen von den Konkurrenten: Sein System verzichte auf manuell erstellte Stacks, hochaufgelöste Karten und einen regelbasierten Ansatz. Es setze stattdessen auf eine Künstliche Intelligenz, die darauf trainiert sei, die Welt zu verstehen, Risiken vorauszusehen und sich an neue Umgebungen anzupassen.
Wayve hat das System mit Daten aus über 70 Ländern trainiert. Dadurch sei es möglich gewesen, im vergangenen Jahr ohne vorherige städtespezifische Feinabstimmung Testfahrten in über 500 Städten in Europa, Nordamerika und Japan durchzuführen.
Das britische Unternehmen nahm Anfang des Jahres in einer Finanzierungsrunde 1,2 Milliarden US-Dollar ein und war zu dem Zeitpunkt rund 8,6 Milliarden US-Dollar wert. Zu den Investoren gehörten neben institutionellen Anlegern wie einem kanadischen Pensionsfonds auch Unternehmen aus verschiedenen Technologiesektoren. Darunter waren der Fahrdienst Uber, der Softwarekonzern Microsoft sowie der Chiphersteller Nvidia. Auch die drei Autokonzerne Mercedes-Benz, Nissan und Stellantis haben sich an Wayve beteiligt.
(wpl)