Heise 02.06.2026
20:00 Uhr

Top 10: Speicher für Balkonkraftwerk im Test


Welcher Speicher fürs Balkonkraftwerk lohnt sich? Wir zeigen die zehn besten Modelle. Der Testsieger funktioniert ohne Cloud.

Top 10: Speicher für Balkonkraftwerk im Test

Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.

Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.

Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.

Welcher Speicher fürs Balkonkraftwerk lohnt sich? Wir zeigen die zehn besten Modelle aus zahlreichen Einzeltests. Der Testsieger funktioniert komplett ohne Cloud.

Ein Stromspeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote eines Balkonkraftwerks und senkt dadurch die Stromrechnung deutlich stärker als ein Betrieb ohne Batterie, wie unser Ratgeber zeigt. Die folgende Bestenliste zeigt die besten Solarspeicher für Balkonkraftwerke.

Viele Hersteller setzen für den Betrieb eines Speichers nach wie vor eine Cloud-Verbindung voraus. Bei Internet- oder Serverstörungen sind die Geräte dann oft nur eingeschränkt nutzbar. Das ändert sich jedoch zunehmend: Immer mehr Hersteller ermöglichen eine lokale Ansteuerung, darunter Zendure, Solakon, Sun Energy XT und Hoymiles.

Ein weiterer Trend betrifft die Einspeiseleistung. Neuere Modelle erlauben oft höhere Werte als die für Balkonkraftwerke zulässigen 800 Watt. In solchen Fällen sind allerdings die Abnahme durch einen Elektriker sowie die Anmeldung der Anlage erforderlich. Der Zendure Solarflow 2400 Pro etwa speist bis zu 2400 Watt ein und nimmt bis zu 4800 Watt PV-Leistung auf. Im Verbundbetrieb mit je einem Gerät pro Phase sind sogar 7200 Watt Gesamteinspeiseleistung und ein PV-Anschluss von bis zu 14,4 kWp möglich.

Die Grenze zwischen Balkonkraftwerk und herkömmlicher PV-Anlage verschwimmt damit zunehmend – für Anwender ein Vorteil: Der Einstieg gelingt weiterhin mit einem Balkonkraftwerk von 800 Watt Einspeiseleistung und maximal 2000 Watt PV-Leistung, das System lässt sich bei Bedarf aber zu einer großen PV-Anlage ausbauen.

Die vorliegende Bestenliste umfasst Lösungen mit genau dieser Ausbaumöglichkeit, aber auch Varianten ausschließlich für den Betrieb eines klassischen Steckersolargeräts – so die offizielle Bezeichnung für Balkonkraftwerke. Ohne Speicher muss der erzeugte Strom direkt verbraucht werden, andernfalls fließt er kostenfrei ins öffentliche Stromnetz.

Die Wahl des optimalen Speichers hängt – wie beim Balkonkraftwerk selbst – von individuellen Bedürfnissen, örtlichen Gegebenheiten und Preis ab. Wer möglichst viele Solarpanels anschließen und auch während der Dunkelflaute Strom nutzen will, fährt mit Lösungen mit vier MPP-Trackern und bidirektionalem Laden am besten. Anders als noch vor wenigen Jahren bringen moderne Speicher integrierte Anschlüsse für Solarpanels mit – ein externer Wechselrichter entfällt in den meisten Fällen.

Der Zendure Solarflow 2400 Pro erfüllt als Testsieger genau diese Anforderungen: Er bietet vier integrierte MPP-Tracker und unterstützt dynamische Stromtarife (Ratgeber) von Rabot Energy, Tibber und weiteren Anbietern. So lässt sich der Speicher auch im Winter oder bei schlechtem Wetter wirtschaftlich laden und zur Senkung der Stromkosten nutzen. Bei einem Stromausfall versorgt er Verbraucher mit bis zu 2400 Watt. Der Preis liegt mit rund 853 Euro (eBay mit Code: PERFECTEBAY3) im oberen Bereich, was 366 Euro pro kWh entspricht.

Als Preis-Leistungs-Sieger verfügt der Zendure Solarflow 800 Pro über ähnliche Funktionen wie der Testsieger, ist bei der Leistungsausgabe der Notstromsteckdose jedoch auf 1000 Watt begrenzt. Mit einem aktuellen Preis von 549 Euro (eBay) ist er deutlich günstiger als das größere Modell – das sind 285 Euro pro kWh. Beide Zendure-Lösungen bieten zudem eine lokale Ansteuerung über Home Assistant oder Homey Pro und lassen sich damit vollständig ohne Hersteller-Cloud betreiben.

Als Technologiesieger überzeugt der Ecoflow Stream X Ultra. Der Preis beträgt aktuell rund 999 Euro (eBay) – also 273 Euro je kWh. Er bringt standardmäßig 3,84 kWh Kapazität mit und lässt sich über AC-gekoppelte Batterien vom Typ Ecoflow Stream AC Pro dezentral erweitern. Diese Zusatzspeicher können beispielsweise innerhalb der Wohnung platziert werden und versorgen Verbraucher mit jeweils bis zu 1200 Watt. Auf diesem Weg lässt sich die nutzbare Leistung über die 800-Watt-Einspeisegrenze hinaus erweitern.

Wer statt eines nachrüstbaren Akkus gleich ein komplettes Set sucht, bekommt die meisten Top-10-Speicher auch im Bundle mit Wechselrichter und Photovoltaik-Modulen. Einige Beispiele, geordnet nach Platzierung in der Bestenliste. Lediglich für die Hoymiles Hibattery 1920 AC haben wir kein günstiges Komplettangebot gefunden.

Zendure liefert mit dem Solarflow 2400 Pro einen leistungsfähigen Speicher, der nicht nur für ein Balkonkraftwerk geeignet ist, sondern auch für herkömmliche PV-Anlagen. Neben einem zuverlässigen Betrieb mit reaktionsschneller dynamischer Einspeisung ermöglicht Zendure auch eine lokale Kontrolle, sodass man nicht auf die Cloud des Herstellers angewiesen ist. Bei Ebay gibt es den Testsieger-Speicher mit integriertem Wechselrichter für 879 Euro (Code: PARTSPARTY26).

Der Wechselrichter mit integriertem 1,92-kWh-Speicher Solarflow 800 Pro kostet ohne Solarpanels regulär 799 Euro. Aktuell ist er bereits für unter 549 Euro erhältlich, was einem kWh-Preis von 285 Euro entspricht.