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23.04.2026
20:00 Uhr
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Speicher für ein Balkonkraftwerk setzten bislang fast immer eine Verbindung zur Cloud des Herstellers voraus. Unser Testsieger funktioniert auch offline.

Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.
Speicher für ein Balkonkraftwerk setzten bislang fast immer eine Verbindung zur Cloud des Herstellers voraus. Unser Testsieger funktioniert auch offline.
Ein Stromspeicher steigert den Ertrag eines Balkonkraftwerks und senkt die Stromrechnung deutlich effektiver als ein Betrieb ohne Batterie (Ratgeber). Die folgende Rangliste zeigt die besten Solarspeicher für Balkonkraftwerke von Anker, Alpha ESS, Ecoflow, Hoymiles, Marstek, Priwatt, Solakon, Sun Energy XT (ehemals Sunlit), Zendure und weiteren Herstellern aus aktuellen Tests.
Viele Hersteller setzen für den Betrieb eines Speichers nach wie vor eine Cloud-Verbindung voraus. Bei Internetausfall oder Serverstörung sind die Geräte dann oft nur noch eingeschränkt nutzbar. Dieser Zustand ändert sich jedoch zunehmend: Immer mehr Hersteller ermöglichen eine lokale Ansteuerung, darunter Zendure, Solakon, Sun Energy XT und Hoymiles.
Ein weiterer Trend betrifft die Einspeiseleistung. Neuere Modelle erlauben oft höhere Werte als die für Balkonkraftwerke zulässigen 800 Watt. In solchen Fällen sind allerdings die Abnahme durch einen Elektriker sowie eine Anmeldung der Anlage erforderlich. Der Zendure Solarflow 2400 Pro speist etwa bis zu 2400 Watt ein und nimmt bis zu 4800 Watt PV-Leistung auf. Ebenfalls möglich ist ein Verbundbetrieb mit einem Gerät pro Phase, was eine Gesamteinspeiseleistung von 7200 Watt und einen PV-Anschluss von bis zu 14,4 kWp ergibt.
Die Grenze zwischen Balkonkraftwerk und herkömmlicher PV-Anlage verschwimmt damit zunehmend. Das ist für Anwender von Vorteil, da der Einstieg weiterhin mit einem Balkonkraftwerk von 800 Watt Einspeiseleistung und maximal 2000 Watt PV-Leistung möglich ist, das System bei Bedarf aber zu einer großen PV-Anlage ausgebaut werden kann.
Die vorliegende Bestenliste umfasst Lösungen mit genau dieser Ausbaumöglichkeit, aber auch Varianten, die ausschließlich für den Betrieb eines klassischen Steckersolargeräts – so die offizielle Bezeichnung für Balkonkraftwerke – ausgelegt sind. Ohne Speicher muss der vom Balkon erzeugte Strom direkt verbraucht werden, andernfalls fließt er kostenfrei ins öffentliche Stromnetz.
Mit einem Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote des vom Balkonkraftwerk erzeugten Stroms deutlich, wodurch sich langfristig höhere Einsparungen ergeben als bei einer Mini-PV-Anlage ohne Speicher. Wie schnell sich die Investition amortisiert, zeigen konkrete Zahlen im Artikel Balkonkraftwerk & Amortisation: Gewinn maximieren mit der richtigen Auswahl.
Die Wahl des optimalen Speichers hängt – wie beim Balkonkraftwerk selbst – von individuellen Bedürfnissen, den örtlichen Gegebenheiten sowie dem Preis ab. Für eine möglichst hohe Anzahl angeschlossener Solarpanels und eine sinnvolle Nutzung während der Dunkelflaute empfehlen sich Lösungen mit vier MPP-Trackern und bidirektionalem Laden. Anders als noch vor wenigen Jahren verfügen moderne Speicher über integrierte Anschlüsse für Solarpanels, sodass ein externer Wechselrichter in den meisten Fällen entfällt.
Der aktuelle Testsieger, der Zendure Solarflow 2400 Pro, erfüllt genau diese Anforderungen: Er bietet vier integrierte MPP-Tracker und unterstützt dynamische Stromtarife (Ratgeber) von Rabot Energy, Tibber und weiteren Anbietern. Dadurch lässt sich der Speicher auch während der Winterzeit oder bei schlechtem Wetter wirtschaftlich sinnvoll laden und zur Senkung der Stromkosten einsetzen. Bei einem Stromausfall versorgt er Verbraucher mit bis zu 2400 Watt. Der Preis pro kWh liegt mit 363 Euro (eBay) allerdings im oberen Bereich.
Der Preis-Leistungs-Sieger, der Zendure Solarflow 800 Pro, verfügt über ähnliche Funktionen wie der Testsieger, ist bei der Leistungsausgabe der Notstromsteckdose jedoch auf 1000 Watt begrenzt. Mit einem aktuellen Preis von 230 Euro pro kWh (eBay) ist er deutlich günstiger als das größere Modell. Beide Zendure-Lösungen bieten zudem eine lokale Ansteuerung über Home Assistant oder Homey Pro und lassen sich damit vollständig ohne Hersteller-Cloud betreiben.
Als Technologiesieger überzeugt der Ecoflow Stream X Ultra. Er bringt standardmäßig 3,84 kWh Kapazität mit und lässt sich über AC-gekoppelte Batterien vom Typ Ecoflow Stream AC Pro dezentral erweitern. Diese Zusatzspeicher können beispielsweise innerhalb der Wohnung platziert werden und versorgen Verbraucher mit jeweils bis zu 1200 Watt. Auf diesem Weg lässt sich das Einspeiselimit von 800 Watt legal umgehen.
Zendure liefert mit dem Solarflow 2400 Pro einen leistungsfähigen Speicher, der nicht nur für ein Balkonkraftwerk geeignet ist, sondern auch für herkömmliche PV-Anlagen. Neben einem zuverlässigen Betrieb mit reaktionsschneller dynamischer Einspeisung ermöglicht Zendure auch eine lokale Kontrolle, sodass man nicht auf die Cloud des Herstellers angewiesen ist. Bei Ebay gibt es den Testsieger-Speicher mit integriertem Wechselrichter für 849 Euro.
Der Wechselrichter mit integriertem 1,92-kWh-Speicher Solarflow 800 Pro kostet ohne Solarpanels regulär 799 Euro. Aktuell ist er bereits für unter 441 Euro erhältlich, was einem kWh-Preis von 230 Euro entspricht. Von den Top-Herstellern bietet Zendure damit den aktuell günstigsten Speicher.