|
14.07.2026
20:00 Uhr
|
Welcher Speicher fürs Balkonkraftwerk lohnt sich? Wir zeigen die zehn besten Modelle aus zahlreichen Einzeltests. Der Testsieger funktioniert ohne Cloud.

Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.
Welcher Speicher fürs Balkonkraftwerk lohnt sich? Wir zeigen die zehn besten Modelle aus zahlreichen Einzeltests. Der Testsieger funktioniert komplett ohne Cloud.
Ein Stromspeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote eines Balkonkraftwerks und senkt dadurch die Stromrechnung deutlich stärker als ein Betrieb ohne Akku, wie unser Ratgeber zeigt. Die folgende Bestenliste zeigt die besten Solarspeicher für Balkonkraftwerke.
Viele Hersteller setzen für den Betrieb eines Speichers nach wie vor eine Cloud-Verbindung voraus. Bei Internet- oder Serverstörungen sind die Geräte dann oft nur eingeschränkt nutzbar. Das ändert sich jedoch zunehmend: Immer mehr Hersteller ermöglichen eine lokale Ansteuerung, darunter Zendure, Solakon, SunEnergyXT und Hoymiles.
Ein weiterer Trend betrifft die Einspeiseleistung. Neuere Modelle erlauben oft höhere Werte als die für Balkonkraftwerke zulässigen 800 Watt. In solchen Fällen sind allerdings die Abnahme durch einen Elektriker sowie die Anmeldung der Anlage erforderlich. Der Zendure Solarflow 2400 Pro etwa speist bis zu 2400 Watt ein und nimmt bis zu 4800 Watt PV-Leistung auf. Im Verbundbetrieb mit je einem Gerät pro Phase sind sogar 7200 Watt Gesamteinspeiseleistung und ein PV-Anschluss von bis zu 14,4 kWp möglich. Auch der SunEnergyXT 500 Pro bietet eine Einspeiseleistung von 2400 Watt.
Die Grenze zwischen Balkonkraftwerk und herkömmlicher PV-Anlage verschwimmt damit zunehmend – für Anwender ein Vorteil: Der Einstieg gelingt weiterhin mit einem Balkonkraftwerk von 800 Watt Einspeiseleistung und maximal 2000 Watt PV-Leistung, das System lässt sich bei Bedarf aber zu einer großen PV-Anlage ausbauen.
Die vorliegende Bestenliste umfasst Lösungen mit genau dieser Ausbaumöglichkeit, aber auch Varianten ausschließlich für den Betrieb eines klassischen Steckersolargeräts – so die offizielle Bezeichnung für Balkonkraftwerke. Ohne Speicher muss der erzeugte Strom direkt verbraucht werden, andernfalls fließt er kostenfrei ins öffentliche Stromnetz.
Die Wahl des optimalen Speichers hängt – wie beim Balkonkraftwerk selbst – von individuellen Bedürfnissen, örtlichen Gegebenheiten und Preis ab. Wer möglichst viele Solarpanels anschließen und auch während der Dunkelflaute Strom nutzen will, fährt mit Lösungen mit mindestens vier MPP-Trackern und bidirektionalem Laden am besten. Anders als noch vor wenigen Jahren bringen moderne Speicher integrierte Anschlüsse für Solarpanels mit – ein externer Wechselrichter entfällt meist.
Der Zendure Solarflow 2400 Pro erfüllt als Testsieger genau diese Anforderungen: Er bietet vier integrierte MPP-Tracker und unterstützt dynamische Stromtarife (Ratgeber) von Rabot Energy, Tibber und weiteren Anbietern. So lässt sich der Speicher auch im Winter oder bei schlechtem Wetter wirtschaftlich laden und zur Senkung der Stromkosten nutzen. Bei einem Stromausfall versorgt er Verbraucher mit bis zu 2400 Watt. Aktuell ist Zendure Solarflow 2400 Pro inklusive Versand für 799 Euro erhältlich. Mit einem Preis von 333 Euro pro kWh ist die Zendure-Lösung nicht gerade günstig. Immerhin sinkt der Preis pro kWh im Set mit einer Zusatzbatterie AB3000L auf 246 Euro.
Als Technologiesieger überzeugt der Ecoflow Stream X Ultra. Der Stromspeicher kostet direkt beim Hersteller 1099 Euro, während er vom Händler Balkonstrom für 975 Euro erhältlich ist. Damit liegt der Preis pro kWh bei konkurrenzfähigen 253 Euro. Er bringt standardmäßig 3,84 kWh Kapazität mit und lässt sich über AC-gekoppelte Batterien vom Typ Ecoflow Stream AC Pro dezentral erweitern. Diese Zusatzspeicher können beispielsweise innerhalb der Wohnung platziert werden und versorgen Verbraucher mit jeweils bis zu 1200 Watt. Auf diesem Weg lässt sich die nutzbare Leistung über die 800-Watt-Einspeisegrenze hinaus erweitern.
Als Preis-Leistungs-Sieger verfügt der Zendure Solarflow 800 Pro über ähnliche Funktionen wie der Testsieger, ist bei der Leistungsausgabe der Notstromsteckdose jedoch auf 1000 Watt begrenzt. Inzwischen ist das Modell vom etwas effizienteren Nachfolger Solarflow 800 Pro 2 abgelöst. Die Preise starten bei 498 Euro, was einem kWh-Preis von 259 Euro entspricht. Und mit Zusatzakku AB2000X kostet das Set bei Ebay 859 Euro (224 Euro pro kWh). Von den Top-Herstellern bietet Zendure damit den aktuell günstigsten Speicher. Beide Zendure-Lösungen bieten zudem eine lokale Ansteuerung über Home Assistant oder Homey Pro und lassen sich damit vollständig ohne Hersteller-Cloud betreiben.
Wer statt eines nachrüstbaren Akkus gleich ein komplettes Set sucht, bekommt die meisten Top-10-Speicher auch im Bundle mit Wechselrichter und Photovoltaik-Modulen. Einige Beispiele, geordnet nach Platzierung in der Bestenliste.
Alternativ gibt es derzeit einige ordentliche Angebote im Onlineshop von Yuma. Hier sind preislich besonders die Bundles mit Jackery-Speicher interessant. Für 999 Euro gibt es etwa das Set mit Solarvault 3 Pro mit 2,5 kWh und 2000 Wp (Test folgt).
Zendure liefert mit dem Solarflow 2400 Pro einen leistungsfähigen Speicher, der nicht nur für ein Balkonkraftwerk geeignet ist, sondern auch für herkömmliche PV-Anlagen. Aktuell ist Zendure Solarflow 2400 Pro inklusive Versand für 799 Euro erhältlich. Mit einem Preis von 333 Euro pro kWh ist die Zendure-Lösung relativ teuer. Immerhin sinkt der Preis pro kWh im Set mit einer Zusatzbatterie AB3000L auf 246 Euro. Damit ist die Zendure-Lösung günstiger als die Anker Solarbank 4, für die man pro kWh etwa 333 Euro zahlen muss.
Der Stream Ultra X bietet eine Kapazität von 3,84 kWh und überzeugt mit rund 254 Euro pro kWh mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis. Er kostet 1099 Euro direkt beim Hersteller, während er vom Händler Balkonstrom für 975 Euro erhältlich ist. Damit liegt der Preis pro kWh bei konkurrenzfähigen 253 Euro.
Der Wechselrichter mit integriertem 1,92-kWh-Speicher Solarflow 800 Pro kostet ohne Solarpanels regulär 799 Euro. Aktuell ist er bereits für 427 Euro erhältlich, was einem kWh-Preis von 222 Euro entspricht.