Nerd, Vater, Tech-Junkie – Ich beschäftigte mich seit gut 20 Jahren fast ausschließlich mit Journalismus, überwiegend aus der Digital-Lifestyle-Ecke. Schwerpunkte: E-Scooter, Kopfhörer, Beamer, E-Bikes, Gadgets & Smart Home.
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02.07.2026 20:00 Uhr |
Nerd, Vater, Tech-Junkie – Ich beschäftigte mich seit gut 20 Jahren fast ausschließlich mit Journalismus, überwiegend aus der Digital-Lifestyle-Ecke. Schwerpunkte: E-Scooter, Kopfhörer, Beamer, E-Bikes, Gadgets & Smart Home.
Damen-E-Bikes mit tiefem Durchstieg gehören zu den gefragtesten Pedelecs im Alltag. Wir zeigen die zehn besten Tiefeinsteiger-E-Bikes für Damen und Herren aus über 40 Tests.
Ein Tiefeinsteiger-E-Bike hat einen besonders tiefen Rahmen. Das erleichtert das Auf- und Absteigen. So muss das Bein nicht über ein hohes Oberrohr geschwungen werden, wie es bei herkömmlichen Fahrrädern oft der Fall ist. Diese Bauweise sorgt dafür, dass auch weniger sportliche, körperlich eingeschränkte oder ältere Personen keine Probleme haben, das Rad zu nutzen. Auch Damen mit Kleid oder Rock wissen den tiefen Einstieg zu schätzen. Insgesamt versprechen Tiefeinsteiger-E-Bikes mehr Komfort.
Wir haben über 40 E-Bikes mit tiefem Einstieg getestet und zeigen hier die zehn besten. Diese Liste wird regelmäßig um neue E-Bikes ergänzt und aktualisiert. Diese Liste ist eine Momentaufnahme, tatsächliche Preise und Verfügbarkeiten können abweichen.
Weitere E-Bikes testen wir etwa in der Top 10: Das beste City-E-Bike sowie Top 10: Das beste E-Klapprad. Lieber einen E-Scooter? Dann hilft unsere Bestenliste der E-Scooter.
Das beste E-Bike mit tiefem Einstieg und damit unser Testsieger ist das Gazelle Grenoble C5. Es lässt fast keine Wünsche offen, hat jedoch seinen Preis. Das Gazelle Grenoble C5 HMB kostet 3999 Euro.
Das Engwe L20 3.0 Pro ist unser Technologiesieger. Es bietet für seinen Preis von 1529 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) Vollfederung, Mittelmotor, Klappmechanismus, integriertes GPS und vieles mehr.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das Touroll J1 Pro für 799 Euro. Das vollausgestattete City-E-Bike mit hydraulischen Scheibenbremsen, ordentlichem 561-Wh-Akku und einer StVZO-konformen Ausstattung bringt Pendler zuverlässig ans Ziel.
Hier unsere komplette Top 10 der besten E-Bikes für Damen und Herren mit tiefem Einstieg:
Das Gazelle Grenoble C5 ist ein E-Bike der Superlative. Selten haben wir ein so komfortables und mit Liebe zum Detail gebautes Elektrorad gefahren. Egal, ob der kraftvolle und leise Bosch-Antrieb, die hochwertige Lichtanlage oder das üppige Zubehör – hier stimmt alles. Vor allem der enorme Fahrkomfort hebt das Grenoble C5 von der Masse ab. Tiefeinsteiger, zwei Federungen, gute Reifen und der leicht verstellbare Ergonomie-Lenker machen den Unterschied.
Das Gazelle Grenoble C5 HMB kostet ab 3999 Euro.
Mit dem L20 3.0 Pro liefert Engwe ein Meisterstück – mit Einschränkungen. Technisch bewegt sich die Ausstattung auf hohem Niveau: Das faltbare E-Bike bietet mit einem 100 Nm starken 250-Watt-Mittelmotor mit Drehmomentsensor einen starken Antrieb und dank Vollfederung schluckt es kleinere Unebenheiten mit Bravour. Die Gangschaltung funktioniert tadellos, könnte aber im Flachen noch einen höheren Gang vertragen. Das technisch ausgezeichnete, faltbare E-Bike kommt zu einem attraktiven Preis von 1399 Euro.
Das Touroll J1 Pro bietet für 799 Euro ein solides Gesamtpaket aus Heckmotor, Hydraulikbremsen und großem Akku. Es ist kein Überflieger, aber ein zuverlässiger Alltagsbegleiter für Pendler und Einsteiger. Wer keine Premium-Features erwartet und ein funktionales City-E-Bike zum fairen Preis sucht, macht hier nichts falsch.
Tiefeinsteiger sind Fahrräder mit einem sogenannten Step-Through- oder Wave-Rahmen sowie Hollandbogen. Sie ermöglichen eine aufrechte Sitzposition sowie einen einfachen Zustieg. Sie gelten historisch auch als „Damenrad“ und sind darüber hinaus für ältere oder bewegungseingeschränkte Personen interessant. Konstruktionsbedingt erfordert der große Durchstieg ein verstärktes Unterrohr, was Gewicht erhöht und bei höherem Tempo die Stabilität verringern kann.
Alternativen wie Schwanen- und Trapez/Mixte-Rahmen erleichtern ebenfalls das Aufsteigen, bieten aber mehr Steifigkeit. Der Diamant-Rahmen bleibt die klassische, stabile Herren-Variante. Damit deckt die Rahmengeometrie unterschiedliche Ansprüche ab – von maximalem Komfort bis zu sportlicher Steifigkeit.
Tiefeinsteiger-E-Bikes bieten besondere Vorteile, von denen gerade ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität profitieren. Der tiefe Durchstieg reduziert den Hüftwinkel, erleichtert Auf- und Absteigen sowie das schnelle Abstützen an der Ampel und senkt so das Sturzrisiko. Eine aufrechte Sitzposition verbessert zudem die Übersicht und Kontrolle, auch mit Rock, Gepäck oder Kindersitz.
Moderne Tiefeinsteiger sind aber längst nicht nur für ältere Menschen geeignet. Sie passen zu unterschiedlichen Personengruppen und eignen sich besonders für Pendler, die im Alltag häufig anhalten oder absteigen.
Auch Personen mit körperlichen Einschränkungen wie Knie- oder Hüftproblemen profitieren von einem tiefen Einstieg. Statt das Bein hochzuheben, schieben sie es einfach durch den tiefen Rahmen. Im besten Fall trägt das Fahren mit dem Pedelec sogar zur körperlichen und seelischen Gesundheit bei. Auf jeden Fall ermöglicht es, unabhängig und aktiv zu bleiben. Der niedrige Einstieg gibt zudem Stabilität für Personen mit körperlichen Einschränkungen.
Ergonomisch punkten Tiefeinsteiger oft mit verstellbarem Vorbau, breitem Sattel, Federstütze und breiter Bereifung. Durch die ergonomische Sitzposition fahren viele Nutzer rückenschonend. Technisch erfordern Step-Through-Rahmen aber einen besonders verstärkten Rahmen, was meist das Gewicht erhöht und die Steifigkeit bei hohem Tempo mindert – in der Stadt ist das meist verschmerzbar.
Für ausgewogenes Fahrverhalten hilft ein tiefer, zentraler Schwerpunkt mit Mittelmotor und Unterrohrakku. Ein Nabenmotor und Akku im Heck sind zwar ebenfalls brauchbare Optionen, beeinflussen aber Balance und Traktion stärker. Insgesamt senkt der tiefe Einstieg Hürden im Alltag und macht E-Biken für mehr Menschen zugänglich.
Der tiefe Einstieg bringt auch Kompromisse mit sich. Wer die Vorteile nutzen will, akzeptiert im Gegenzug ein paar bauartbedingte Nachteile.
Der wichtigste Punkt ist das Gewicht. Tiefeinsteiger haben in der Regel ein etwas höheres Gewicht als Oberrohr-Modelle, weil der Rahmen verstärkt werden muss. Die meisten Tiefeinsteiger-E-Bikes wiegen zwischen 25 und 30 kg.
Die Sitzposition ist weniger sportlich als bei einem Diamant-Rahmen. Wer eine gestreckte, ambitionierte Haltung sucht, wird hier nicht glücklich. Für Komfort und Übersicht im Alltag ist die aufrechte Sitzposition dagegen ein klarer Vorteil.
Trotz dieser Kompromisse überwiegen für die meisten Nutzer die Vorteile im Alltag.
Ein weiteres Merkmal von Tiefeinsteiger-E-Bikes ist die erhöhte Stabilität beim Anhalten. Da der Rahmen niedrig ist, können Fahrer bei einem Stopp schneller und leichter beide Füße auf den Boden setzen. So verbessert der tiefe Einstieg die Sicherheit beim Anhalten und gibt bei langsamen Geschwindigkeiten oder im dichten Stadtverkehr zusätzlichen Halt.
Auch bei Regen oder Glätte sowie beim Fahren mit einem Kindersitz oder viel Gepäck bietet der tiefe Einstieg eine erhöhte Sicherheit. Das einfache Handling ist der vielleicht wichtigste Vorteil des tiefen Einstiegs.
Tiefeinsteiger sind vielseitig und lassen sich in vielen Fällen als Trekking-E-Bikes einsetzen. Mit robusteren Reifen und einem größeren Akku eignen sie sich auch für längere Touren ins Umland.
Viele Modelle rollen auf 28 Zoll großen Rädern und bieten so einen ruhigen Lauf auf längeren Strecken. Reine City-Varianten und kompakte Modelle nutzen dagegen häufig kleinere Laufräder. Tiefeinsteiger E-Bikes haben oft 27,5 Zoll große Räder – ein guter Kompromiss aus Komfort und Wendigkeit.
Die Bereifung sorgt auch für einen erhöhten Fahrkomfort: Reifenbreiten bis 65 mm bieten zusätzlichen Fahrkomfort und schlucken Unebenheiten auf Kopfsteinpflaster oder Feldwegen. Für Touren mit Gepäck zählt außerdem die Zuladung. Viele Tiefeinsteiger-E-Bikes können fast 30 kg Gepäck tragen.
Tiefeinsteiger sind nur eine von mehreren Kategorien. Wer ein E-Bike für Damen oder ein komfortables Damenfahrrad mit Motor sucht, hat die Wahl zwischen verschiedenen Typen. Der Markt bietet für Frauen eine große Vielzahl an Modellen.
E-City-Bikes sind die klassische Wahl für den urbanen Stadtverkehr und für Alltagsfahrten sowie Einkäufe optimiert. Sie sind für den städtischen Straßenverkehr ausgelegt und bieten eine aufrechte Sitzposition, Gepäckträger, Lichtanlage und Schutzbleche ab Werk.
Ein legales City-E-Bike bietet eine Motorunterstützung bis 25 km/h und eine StVZO-konforme Ausstattung. Typische Antriebe sind Nabenmotoren, in einigen Fällen in Kombination mit einer Nabenschaltung. Viele City-Modelle für Damen setzen auf einen Wave-Rahmen mit tiefem Einstieg.
Hersteller wie Kalkhoff oder Gazelle bieten eine große Auswahl an Modellen. Auch Kettler, Winora, Cube und Bergamont haben City-Varianten im Programm, ebenso Marken wie Flyer, Hercules oder Tenways. Wer ein komfortables Citybike für Einkäufe, Pendelstrecken oder kurze Ausflüge sucht, ist mit einem City-E-Bike gut bedient. Unsere besten Modelle zeigen wir in der Top 10: Das beste City-E-Bike.
Trekking-E-Bikes eignen sich für längere Touren und gemischten Untergrund. Sie kombinieren die Alltagstauglichkeit eines City-E-Bikes mit mehr Reichweite und robusteren Reifen. Trekking-E-Bikes gibt es ebenfalls mit tiefem Einstieg als Trapez- oder Wave-Rahmen. Wer regelmäßig Ausflüge ins Umland plant oder das Rad für den Urlaub nutzen möchte, greift zu einem Trekking-Modell. Marken wie KTM oder die E-Bike-Manufaktur decken diesen Bereich ab.
E-Mountainbikes (E-MTBs) richten sich an sportliche Fahrerinnen und Frauen, die im Gelände unterwegs sind. Fullys mit Vollfederung schlucken Unebenheiten, Hardtails sind leichter und günstiger. Hersteller wie Haibike, Husqvarna, Lapierre oder Cannondale haben sich auf E-MTBs spezialisiert. Einen tiefen Einstieg bieten E-Mountainbikes selten – hier dominiert der Diamant-Rahmen. Unsere besten Modelle stehen in der Top 10: Das beste E-Mountainbike.
S-Pedelecs unterstützen bis 45 km/h und gelten rechtlich als Kleinkraftrad. Diese höhere Höchstgeschwindigkeit erfordert Versicherungskennzeichen, Helm und Führerschein. Für den urbanen Pendelverkehr über längere Strecken sind S-Pedelecs eine Option – allerdings dürfen sie nicht auf Radwegen fahren. Anbieter wie HNF Nicolai haben solche schnellen Pedelecs im Programm.
Die Preisspanne bei Damen-E-Bikes ist groß. Günstige Einsteiger-Pedelecs starten bei etwa 799 Euro, wie unser Preis-Leistungs-Sieger Touroll J1 Pro zeigt. In diesem Segment bekommt man solide Alltagsräder mit Nabenmotor.
Zwischen 1500 und 2500 Euro liegt der Sweetspot für viele Käufer. Hier gibt es Modelle mit Mittelmotor, gutem Akku und hochwertiger Ausstattung. Wer mehr investiert, bekommt Marken-Antriebe und Premium-Komponenten. Der Testsieger Gazelle Grenoble C5 kostet 3999 Euro und zeigt, was am oberen Ende möglich ist.
Wie viel Geld man ausgeben sollte, hängt vom Einsatz ab. Für gelegentliche Fahrten in der Stadt reicht ein günstiges Modell. Wer täglich pendelt oder lange Touren fährt, profitiert von einem teureren Rad mit mehr Reichweite und höherem Komfort. Vor dem Kauf lohnt sich eine Probefahrt, um Sitzposition und Fahrgefühl in der Praxis zu prüfen.
Die Rahmenform entscheidet über Komfort und Handhabung. Für Damen-E-Bikes sind drei Varianten verbreitet:
Die richtige Größe und Rahmenhöhe hängen von der Körpergröße und Schrittlänge ab. Als Faustregel gilt: Schrittlänge in cm × 0,66 ergibt die passende Rahmenhöhe für ein City- oder Trekking-E-Bike. Bei Tiefeinsteigern ist die Rahmenhöhe weniger kritisch, da das Oberrohr ohnehin tief liegt. Trotzdem sollte die Sattelhöhe so eingestellt sein, dass die Fahrerin mit beiden Füßen sicher den Boden erreicht.
Der Motor ist das Herzstück jedes E-Bikes. Zwei Bauarten dominieren den Markt:
Für die Leistung zählt nicht nur die Motorart, sondern das Zusammenspiel aus Drehmoment und Unterstützung. Wer viel im hügeligen Gelände fährt, achtet auf ein höheres Drehmoment.
Die Akkukapazität bestimmt die Reichweite. Übliche Werte liegen zwischen 360 und 750 Wh. Die tatsächliche Reichweite hängt von Faktoren wie Unterstützungsstufe, Gegenwind, Steigungen und Fahrergewicht ab. Als Orientierung: Ein 500-Wh-Akku schafft bei moderater Unterstützung etwa 50 bis 70 km. Wichtig: Der Akku sollte sich zum Laden entnehmen lassen – das erleichtert das Laden in der Wohnung, wenn das E-Bike im Keller oder in der Garage steht.
Die meisten Damen-E-Bikes setzen auf eine Nabenschaltung oder eine Kettenschaltung. Eine Nabenschaltung ist wartungsarm und lässt sich auch im Stand schalten – praktisch an der Ampel. Kettenschaltungen bieten mehr Gänge und eignen sich besser für hügeliges Gelände.
Immer häufiger sehen wir Riemenantrieb statt Kette: Er ist leise, wartungsfrei und langlebig, aber teurer. Hochwertige Tiefeinsteiger wie das Gazelle Grenoble C5 setzen auf eine stufenlose Enviolo-Nabenschaltung mit Riemenantrieb.
Für den Alltag zählt die praktische Ausstattung. Ein stabiler Gepäckträger gehört an jedes Damen-E-Bike – ob für Einkaufstaschen, Packtaschen oder einen Kindersitz. Ein Korb am Lenker oder vorne am Gepäckträger ergänzt das Transportkonzept. Breite Reifen ab 40 mm erhöhen den Komfort und die Stabilität, besonders auf Kopfsteinpflaster oder unbefestigten Wegen. Pannenschutzreifen von Schwalbe oder Continental sparen unterwegs Nerven.
Für Senioren ist der tiefe Einstieg der wichtigste Faktor. Ein Rad mit Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen und gibt beim Anhalten sicheren Halt. Aus unserer Bestenliste eignet sich der Testsieger Gazelle Grenoble C5 besonders gut, weil er Komfort, tiefen Einstieg und einen ausgewogenen Schwerpunkt kombiniert.
Wichtig sind außerdem eine aufrechte Sitzposition, ein niedriges Startgewicht beim Schieben und eine einfache Bedienung. Viele E-Bikes für Senioren haben genau deshalb einen tiefen Einstieg. Wer unsicher ist, sollte vor dem Kauf mehrere Modelle in der passenden Größe testen. Hersteller wie Kalkhoff, Gazelle oder Cube bieten hier komfortable Optionen.
Tiefeinsteiger-E-Bikes bieten einen höheren Komfort und eine bessere Ergonomie. Der tiefe Durchstieg erleichtert das Auf- und Absteigen, Anhalten sowie Rangieren. Davon profitieren nicht nur Personen mit Rock oder Kleid, sondern auch ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen. Aber auch wer topfit ist, profitiert vom bequemen Einstieg. Unter den besten Tiefeinsteiger-E-Bikes überzeugt das Gazelle Grenoble C5 als Testsieger, während das Touroll J1 Pro schon für 799 Euro ein starkes Angebot liefert.
Nicht das passende E-Bike dabei? Das sind unsere weiteren E-Bike-Bestenlisten:
Lieber einen E-Scooter? Wir haben die besten getestet und sortiert:
Matthias Sternkopf von 22.12.2024
Das Gazelle Grenoble C5 ist ein hochwertiges City-E-Bike, das mit seinem starken Bosch-Antrieb, dem außergewöhnlichen Fahrkomfort und der edlen Optik überzeugt. Wir haben das E-Bike im Alltag getestet.
Bereits nach der ersten Fahrt ist klar: Das Gazelle Grenoble C5 steckt kaum halb so teuren City-E-Bikes aus China locker in die Tasche. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Komponenten sind gut aufeinander abgestimmt und fügen sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Unser Testrad ist die Version mit tiefem 40-cm-Einstieg, ideal für kleinere Fahrer, ältere Personen, Damen und alle, die Wert auf müheloses Auf- und Absteigen legen. Wem der klassische Look lieber ist, für den bietet Gazelle auch eine Variante mit Mittelstange an.
Der edle Eindruck setzt sich beim großen Alurahmen fort. Das matte Weiß unseres Test-E-Bikes wirkt zeitlos, der dezente Gazelle-Schriftzug auf der Seite wirkt modern. An der Front prangt das Logo auf einer Metallplakette. Mit rund 25 kg Gewicht ist das Grenoble C5 kein Fliegengewicht, liegt aber im üblichen Rahmen für diese Klasse. Dafür ist es bis zu 130 kg belastbar und auch für schwerere Fahrer freigegeben. Das Kabelmanagement ist vorbildlich: Nahezu alle Leitungen sind im Rahmen verlegt.
Gazelle hat das Grenoble C5 mit allem ausgestattet, was ein Premium-E-Bike für den Alltag braucht. Der stabile Gepäckträger ist für bis zu 27 kg Zuladung ausgelegt. Ein solider Ständer, der sich sauber ins Gesamtbild einfügt, ist ebenso an Bord wie vorbildliche Schutzbleche. Diese sind nicht nur breit dimensioniert, sondern verfügen im hinteren Bereich zusätzlich über einen transparenten Schutz, damit sich der Mantel oder flatternde Rock nicht in den Speichen verfängt.
Praktisch ist auch das integrierte Axa-Imenso-Rahmenschloss. Auch der Akku ist per Schlüssel gesichert und lässt sich zum Laden entnehmen. Sehr schön: Schloss und Akku nutzen den gleichen Schlüssel.
Insgesamt hinterlässt das Gazelle einen wertigen und durchdachten Eindruck. Hier wackelt und knarzt nichts, alles wirkt aus einem Guss.
Der Lenker ist Gazelle-typisch geschwungen und ermöglicht eine natürliche Handposition. Dabei lässt sich der Vorbau dank eines Schnellspanners werkzeuglos in Höhe und Winkel verstellen – perfekt, um die Ergonomie an individuelle Vorlieben anzupassen. Dieses smarte Detail haben wir so noch bei keinem anderen E-Bike in unseren Tests gesehen. Die Griffe sind weich gepolstert und angenehm zu halten.
Links am Lenker ist formschön eine Drehklingel integriert. Auf der rechten Seite übernimmt ein ausreichend leichtgängiger Drehgriff die Ansteuerung der 5-Gang-Nabenschaltung. Mittig thront das farbige Bosch-Kiox-300-Display, das alle wichtigen Fahrdaten übersichtlich darstellt. Es lässt sich abnehmen und so vor Diebstahl schützen. Die separate Bosch-Bedieneinheit für den Motor sitzt links am Lenker und liegt gut erreichbar unter dem Daumen. Das System kann sich außerdem mit einer App verbinden und sammelt so Statistiken und kann über Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden.
Das Licht ist ein weiteres Highlight. Der helle Frontscheinwerfer wurde elegant ins Schutzblech integriert und ist dank transparenter Aussparungen auch seitlich zu sehen – top für die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Dank Lichtsensor schaltet sich die Lichtanlage automatisch ein und aus. Das Rücklicht ist ebenfalls ausreichend hell, eine Bremslichtfunktion gibt es aber nicht.
Sitzt man erstmals auf dem Gazelle Grenoble C5, fühlt man sich sofort wohl. Der tiefe Durchstieg erleichtert den Einstieg, der weich gepolsterte Selle-Royal-Sattel Lena schluckt zusammen mit der Sattelstützenfederung Stöße ab und die aufrechte, variable Sitzposition schont den Rücken. Selbst nach längeren Touren steigt man entspannt ab.
Dazu trägt auch die hochwertige Federgabel bei. Sie glättet Unebenheiten und sorgt zusammen mit den breiten Schwalbe-Reifen für ein sänftenartiges Fahrgefühl. Pflastersteine, Kopfsteinpflaster oder Feldwege sind für das Grenoble C5 kein Problem. Das ist Fahrkomfort auf ganz hohem Niveau. Wir sind selten ein E-Bike mit besserer Ergonomie gefahren.
Für den Vortrieb sorgt der starke Motor Bosch Smart System Performance Line. Mit 75 Nm Drehmoment beschleunigt er kraftvoll auf 25 km/h – und das nahezu lautlos. Der Antrieb ist perfekt auf das E-Bike abgestimmt. Über einen Gates-Riemenantrieb wird die Kraft an die 5-Gang-Shimano-Nabenschaltung im Hinterrad weitergegeben. Der Riemen läuft dabei völlig geräuschlos und ist – im Gegensatz zu einer klassischen Kette – nahezu wartungsfrei.
Die Shimano Nabenschaltung deckt einen guten Übersetzungsbereich ab. Im ersten Gang kommt man auch steile Hügel entspannt hoch, der fünfte Gang erlaubt entspanntes Dahinrollen mit Motorunterstützung. Die Gangwechsel erfolgen knackig und präzise.
Die hydraulischen Scheibenbremsen stammen von Tektro und bieten viel Bremskraft. Die Scheiben sind mit 180/160 mm üppig dimensioniert und verzögern das E-Bike jederzeit souverän.
Mit 600 Wattstunden Kapazität ist der Akku üppig dimensioniert. Er ist komplett im Unterrohr integriert und fällt so kaum auf. Zum Laden lässt er sich mit dem Schlüssel entriegeln und entnehmen – so kann das Rad im Keller bleiben, während der Akku in der Wohnung lädt.
Der mitgelieferte Bosch Standard Charger mit 4 Ampere Ladestrom benötigt rund 4 Stunden, um den großen Akku vollzutanken. Eine Ladeanzeige informiert über den Ladestand. Die Reichweite hängt stark vom Fahrstil, Gewicht, Umgebung, Temperatur, der gewählten Unterstützungsstufe und mehr ab. Wir gehen von 50 bis 100 km aus.
Mit einer UVP von 4200 Euro liegt das Gazelle Grenoble C5 preislich auf dem Niveau von Premiummodellen. Dafür bekommt man aber auch ein E-Bike der Luxusklasse mit feinsten Komponenten und einer Ausstattung, die keine Wünsche offen lässt. Das Gazelle Grenoble C5 HMB kostet ab 3999 Euro.