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04.06.2026
11:40 Uhr
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Die Tage der x86-Unterstützung im Apple-Ökosystem sind gezählt. Dabei geht es eigentlich um zwei Termine – und Apple verwirrt derweil mit Warnmeldungen.

Bald ist das Zeitalter von Intel-Chips mit x86-Technik auf dem Mac vorbei, denn Apple will nur noch Apple Silicon unterstützen. Aufgrund der Tatsache, dass es dabei um zwei verschiedene Termine und Softwareunterstützungsarten geht, kommt es aktuell zu viel Verwirrung. Ein Überblick, was für Nutzer älterer Macs und älterer Apps in den kommenden Monaten beziehungsweise Jahren ansteht.
Zunächst naht ein wichtiger Termin mit schnellem Schritt: das Ende des x86-Supports für Apples Mac-Betriebssystem an sich. Bereits mit macOS 27, das am Montag auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt und im September final erwartet wird, wird der Intel-Zopf abgeschnitten. Das hatte Apple bereits zur WWDC 2025 im vergangenen Sommer angekündigt. macOS 26 alias Tahoe, das aktuelle Betriebssystem, ist das letzte Apple-OS für den Mac, das Intel unterstützt.
In der Praxis heißt dies, dass vier verschiedene Maschinen, die mit macOS 26 betrieben werden konnten, aus dem Support fallen: Mac Pro und MacBook Pro mit 16 Zoll von 2019 sowie iMac mit 27 Zoll von 2020 und MacBook Pro mit 13 Zoll von 2020 mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen. Diese verfügen allesamt noch über Intel-Chips.
Immerhin: Apple plant, für Intel noch drei Jahre lang Sicherheitsupdates zur Verfügung zu stellen. Allerdings gilt leider, dass Apple alle Lücken stets nur bei den neuesten macOS-Versionen patcht. Wer jetzt noch eine Intel-Maschine hat, sollte also erwägen, ein Upgrade auf ein neues Gerät vorzunehmen – am günstigsten geht dies mit dem MacBook Neo.
Der zweite wichtige Termin im Intel-Kontext betrifft Apple Silicon selbst. Dort liefert Apple seit Beginn des Umstiegs eine eigene Übersetzungsschicht namens Rosetta 2 mit, deren Ende ebenfalls naht. Allerdings gib es hier noch etwas mehr Zeit. Zwar begann Apple ab macOS 26.4 damit, beim Start von Intel-Apps auf Apple-Silicon-Macs davor zu warnen, dass die Unterstützung für Intel-basierte Apps endet. Doch der Termin lässt noch ein Weilchen auf sich warten. Die Warnung ist daher wohl auch an Entwickler gerichtet, denn Nutzer, die sie sehen, sollen sich an diese wenden, auf dass endlich eine angepasste Apple-Silicon-Variante erscheine. Tatsächlich dauert(e) das selbst bei bekannten Apps erstaunlich lange.
Apples aktuelle Ansage ist es, dass auch macOS 27 Rosetta 2 vollständig unterstützt. Intel-Apps laufen also noch mindestens bis Herbst 2027 (oder länger, falls nicht sofort auf macOS 28 gewechselt wird) weiter unter Apple Silicon. Ab macOS 28 ist Rosetta 2 dann größtenteils verschwunden.
Allerdings gibt es auch hier einen kleinen Ausweg: Apple plant, ein „Subset“ der Rosetta-2-Funktionalität beizubehalten, um Spiele zu unterstützen, die nicht mehr fortentwickelt werden. Allerdings sollte sich niemand darauf verlassen, dass das ewig so bleibt, zumal es gut möglich ist, dass das nur Spiele betrifft und keine anderen Apps. Ob eine App noch die Intel-Architektur nutzt, kann man über den Systembericht unter „Software“ prüfen. Alternativ gibt es mehrere Programme, die den Mac entsprechend scannen, darunter Rosetta Check.
(bsc)