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27.05.2026
16:01 Uhr
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Dreame-A3-Technik deutlich günstiger und für 1000 m² Rasen: Der Mova mäht im Test schnell und präzise an Kanten – schwächelt aktuell noch an Engstellen.

Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.
Dreame-A3-Technik deutlich günstiger und für 1000 m² Rasen: Der Mova mäht im Test schnell und präzise an Kanten – schwächelt aktuell noch an Engstellen.
Auf dem Papier ist der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ein Schnäppchen: Lidar-Navigation, zwei Kameras, Allradantrieb, 40 cm Schnittbreite, 243-Wh-Akku – exakt dieselbe Hardware wie im Dreame A3 AWD Pro 3500 (Testbericht), unserem aktuellen Testsieger. Der Unterschied: Der Mova ist für Rasenflächen bis 1000 m² ausgelegt statt für 3500 m².
Beim Preis wird es interessant. Offizieller Verkaufspreis: 1600 Euro für den Mova, 2600 Euro für den Dreame – eine Differenz von 1000 Euro. Allerdings sind beide Geräte regelmäßig im Angebot. Aktuell kostet der Dreame 2200 Euro, der Mova 1600 Euro, war aber schon für 1400 Euro zu haben. Wer geduldig auf Rabatte wartet, spart gegenüber dem großen Bruder also realistisch 600 bis 800 Euro.
Für Gartenbesitzer mit überschaubarer Fläche klingt das nach einem cleveren Deal: Premium-Technik zum reduzierten Preis. Doch hält der Mova, was die Hardware verspricht? Im Test überzeugt er bei Mähleistung und Kantenpräzision – mäht dank verschiebbarem Mähdeck bis auf 3 bis 5 cm an feste Ränder heran. An einer Engstelle scheitert er allerdings. Da der baugleiche Dreame A3 dieselbe Hürde meistert und beide Geräte praktisch identische Firmware verwenden, ist mit einer Behebung per Update zu rechnen.
Getestet wurde der Mova Lidax Ultra 1000 AWD in einem komplexen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone weist eine Neigung von etwa 30° auf und ist nur über 4 bis 5 cm hohe Randsteine erreichbar. Eine weitere Zone ist nur über eine 70 cm breite Engstelle zugänglich. Die Mähgeschwindigkeitstests fanden aus Vergleichbarkeitsgründen auf einem flachen, 240 m² großen Teilstück statt, das auch die anderen Testgeräte problemlos erreichen konnten.
Mit Abmessungen von 74,0 × 53,2 × 32,1 cm und einem Gewicht von 23,6 kg gehört der Mova Lidax Ultra 1000 AWD nicht zu den kompakten Vertretern seiner Klasse. Zusammen mit dem baugleichen Dreame A3 AWD Pro ist er der schwerste Mähroboter, den wir bislang getestet haben. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet. Ein integriertes Farbdisplay mit Bedientasten erlaubt die Steuerung auch ohne Smartphone.
Allradantrieb und Steigfähigkeit: Vier einzeln angesteuerte Nabenmotoren treiben den Mäher an. Die beiden omnidirektionalen Vorderräder ermöglichen Drehungen auf der Stelle, die Hinterräder sorgen für Traktion im Gelände. Der Hersteller gibt die maximale Steigfähigkeit mit 80 % (rund 38,7 Grad) an. Im Testgarten meisterte der Mova die rund 30 Grad steile Zone zuverlässig – steilere Passagen für eine Überprüfung der Herstellerangabe standen nicht zur Verfügung.
Schnittsystem und Kantenverarbeitung: Das Doppelmessersystem schneidet mit 40 cm Breite – ein Spitzenwert, den nur wenige Modelle übertreffen. Mehr Schnittbreite bedeutet weniger Bahnen und kürzere Mähzeiten. Das spielt nicht nur auf großen Flächen eine Rolle: Auch in häufig genutzten kleineren Gärten gibt ein schneller Mäher die Fläche früher zur Nutzung frei.
Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch zwischen 3 und 10 cm einstellen. Beim Kantenschnitt verschiebt das Ultra-Trim-2.0-System die Messerscheibe seitlich nach außen – konstruktionsbedingt fährt das Schnittsystem bis auf weniger als 3 cm an den Gehäuserand. In der Praxis bleiben an geraden, festen Rändern rund 3 cm Rasen ungemäht, an kurvigen Verläufen bis zu 5 cm. Diesen Wert erreicht aktuell nur ein weiteres Modell: der baugleiche Dreame A3 AWD Pro, der dieselbe Technik unter dem Namen Edge Master 2.0 vermarktet. Lediglich Mäher mit zusätzlicher Trimmeinheit wie der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro schneiden Kanten noch sauberer.
Modellvarianten: Die Mova-Lidax-Ultra-AWD-Reihe umfasst drei Modelle für Rasenflächen bis 1000, 1600 und 2000 m² – Mova Lidax Ultra 1000 AWD, Mova Lidax Ultra 1600 AWD und Mova Lidax Ultra 2000 AWD. Die Dreame-A3-Serie deckt die größeren Klassen ab: Dreame A3 AWD Pro 3500 und Dreame A3 AWD Pro 5000. Alle Varianten teilen sich Allradantrieb, 40 cm Schnittbreite und die identische Kantenschneidetechnik – bei Mova als Ultra Trim 2.0 vermarktet, bei Dreame als Edge Master 2.0. Diese parallele Markenführung zieht sich durch beide Produktlinien. Der einzige Hardware-Unterschied: Der Dreame A3 AWD Pro 5000 nutzt einen stärkeren Akku mit 324 Wh statt 243 Wh – passend zur größten abgedeckten Rasenfläche von 5000 m².
Die Einrichtung erfolgt über die Movahome-App, die zunächst eine Bluetooth-Verbindung zum Roboter herstellt und anschließend das Gerät in das heimische 2,4-GHz-WLAN integriert. Die Basisstation sollte auf ebenem Untergrund mit mindestens einem Meter Freiraum vorn sowie 40 bis 50 cm seitlichem Abstand positioniert werden.
Kartierungsprozess: Der Mova bietet wie andere Mähroboter auch zwei Verfahren zur Karten-Erstellung.
Bei der automatischen Kartierung fährt der Roboter die Fläche selbstständig ab und erkennt Rasengrenzen über Lidar und KI-Vision. An klar definierten Kanten wie Randsteinen, Mauern oder befestigten Wegen funktioniert das System zuverlässig. Im Testgarten mit mehreren Zonen und offenen Übergängen zu Blumenbeeten brachen wir den Vorgang nach wenigen Minuten ab: Der Mova kartierte deutlich neben den tatsächlichen Rasengrenzen, in einigen Bereichen fuhr er sogar darüber hinaus. Das ist ein generelles Problem aktueller Mähroboter an weichen Übergängen zu Beeten, Kies oder unbefestigten Flächen, nicht spezifisch für den Mova.
Bei der manuellen Fernsteuerung lenkt der Nutzer den Roboter per App entlang der gewünschten Rasenkanten. Diese Methode lieferte im Testgarten einwandfreie Ergebnisse: Der Mova folgte den per App vorgegebenen Linien präzise und erstellte eine saubere Karte. Bei komplexen Gartenstrukturen, mehreren Zonen oder unklaren Begrenzungen ist sie der automatischen Variante klar überlegen.
Weitere App-Konfigurationsparameter:
Die Mähgeschwindigkeit haben wir in drei unterschiedlich anspruchsvollen Zonen des Testgartens gemessen – jeweils direkt im Vergleich mit dem baugleichen Dreame A3 AWD Pro 3500 (Testbericht). Beide Geräte liefen im jeweiligen Standard-Modus.
Der Dreame mäht in allen drei Zonen schneller als der Mova – auf flachem Terrain mit 30 bis 36 % Vorsprung, auf der steilen Zone nur noch mit 12 %. Die Erklärung liegt nicht in der Hardware: Beide Geräte sind baugleich. Entscheidend ist die Standard-Geschwindigkeitseinstellung, die beim Dreame deutlich offensiver kalibriert ist (2500 m²/Tag) als beim Mova (1800 m²/Tag). Auf der steilen Zone schmilzt der Vorsprung des Dreame deutlich, weil hier die Hardware physikalisch limitiert – Traktion und Sicherheit gelten für beide Geräte gleich.
Auffällig ist zudem: Der Mova bietet ausschließlich die Modi Standard (1800 m²/Tag) und Effizient (2600 m²/Tag). Der beim Dreame zusätzlich vorhandene Schnell-Modus (5000 m²/Tag) fehlt – obwohl die Hardware identisch ist. Hier liegt offenbar eine bewusste Produktdifferenzierung des Herstellers vor: Wer maximale Mähgeschwindigkeit will, soll zum teureren Dreame greifen.
Für die Zielgruppe des Mova ist diese Einschränkung in der Praxis bedeutungslos. Bei 1000 m² Maximalfläche bewältigt das Gerät im Standard-Modus seinen vorgesehenen Garten in rund 7 bis 10 Stunden je nach Gartenstruktur – mehr als ausreichend für zwei bis drei Mähzyklen pro Woche, auch in der Hauptwachstumszeit.
Innerhalb der Mova-Daten zeigt sich ein zweites Muster: Die flache Zone mit Seitenflächen (104 m²/h) liegt praktisch gleichauf mit der steilen Zone (100 m²/h). Wendemanöver und Navigation in komplexer Geometrie kosten den Mova also etwa genauso viel Leistung wie steiles Gelände. Erst bei einfacheren Strukturen mit klaren Hindernissen statt verwinkelter Ausläufer (143 m²/h) zieht das Tempo deutlich an.
Schnittbild: Beide Mähroboter liefern in allen drei Testzonen ein gleichmäßiges Schnittbild ohne sichtbare Reststellen oder Büschel zwischen den Bahnen. Das schwimmend gelagerte Mähdeck folgt Bodenunebenheiten und Senken, ohne die Schnitthöhe zu verlieren – ein klarer Vorteil auf welligen Rasenflächen, wo starre Mähdecks an Hochpunkten zu kurz und in Senken gar nicht schneiden.
Beide Geräte arbeiten mit strukturiertem Bahnenmähen und fahren Flächen systematisch ab, statt – wie ältere Modelle ohne Kartierung – nach dem Zufallsprinzip durch den Garten zu fahren. Das sorgt für gleichmäßige Abdeckung ohne ungemähte Stellen.
Allerdings bleiben die einzelnen Mähbahnen je nach Lichteinfall optisch sichtbar: Die Grashalme werden in Fahrtrichtung leicht umgelegt und reflektieren das Licht je nach Mährichtung unterschiedlich – derselbe Effekt, der das Streifenmuster eines Sportrasens entstehen lässt. Wer eine homogenere Optik bevorzugt, kann ein Kreuzmuster (zwei Mährichtungen) oder Schachbrettmuster (vier Mährichtungen) wählen. Beide Modi überlagern die Bahnen und mildern die Streifenwirkung.
Kantenschnitt: Dank Ultra Trim 2.0 fährt der Mova bis auf weniger als 3 cm an den Gehäuserand. In der Praxis bleiben an festen Rändern 3 bis 5 cm Rasen ungemäht – einer der besten Werte, die aktuelle Mähroboter erreichen. Allerdings arbeitet die nicht deaktivierbare optische Hinderniserkennung nicht immer fehlerfrei: In den Rasen hereinragende Äste oder Pflanzenteile werden teilweise als Hindernis interpretiert, der Mova umfährt sie und lässt entsprechend mehr Rand stehen.
Für solche Fälle bietet die App die Option „Zugängliche Zonen“. In so markierten Bereichen wird die optische Hinderniserkennung deaktiviert, sodass der Mäher direkt an der Kante entlangfährt. Die mechanische Hinderniserkennung über den Bumper bleibt aktiv – der Roboter stoppt also weiterhin bei tatsächlichem Kontakt.
Zum Vergleich: Die neuen Ecovacs-Modelle der A-Serie erreichen rund 5 cm Restabstand und ergänzen diesen mit einem integrierten Trimmer – allerdings auf Kosten der Lautstärke. Mit 82 dB(A) erreicht dieser Trimmer das Niveau eines herkömmlichen Rasentrimmers, was bei autonomen Mähzyklen während des Tages für Nachbarschaftsärger sorgen kann. Der kürzlich getestete Segway Navimow i208 LiDAR lässt mit rund 9 cm deutlich mehr Rand stehen – entsprechend mehr Nacharbeit fällt an.
Überwindung von Hindernissen: Randsteine und Absätze bis 5,5 cm überwindet der Mova zuverlässig. An der 70 cm schmalen Passage in unserem Testgarten scheitert er allerdings – im Gegensatz zum baugleichen Dreame A3, der dieselbe Stelle problemlos meistert. Da beide Geräte identische Hardware nutzen und der Mova eine etwas ältere Firmware-Version verwendet (4.3.6_0269 gegenüber 4.3.6_0524 beim Dreame), ist eine spätere Behebung per Update möglich. Sicher ist das nicht: Der Hersteller könnte die Funktion auch bewusst dem teureren Dreame vorbehalten – wie beim ebenfalls fehlenden Schnell-Modus. Sobald sich der Status ändert, aktualisieren wir den Testbericht.
Rasenschäden und Bodenverhältnisse: Mit 23,6 kg gehört der Mova zu den schwereren Mährobotern. Bei feuchtem Rasen in steilem Gelände kann er bei Richtungswechseln Spuren hinterlassen. Der Allradantrieb reduziert zwar das Durchdrehen der Räder, das Gewicht bleibt aber ein Faktor. Steile Rasenflächen sollten daher nur bei trockenem Wetter gemäht werden.
Navigationsprinzip: Der 360°-LiDAR-Sensor mit einer Reichweite von bis zu 70 m erfasst die Umgebung kontinuierlich und nutzt feste Strukturen wie Wände, Zäune oder Bäume als Referenzpunkte. Mittels SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) berechnet der Roboter seine Position laufend neu. Gerade in verwinkelten, schattigen oder dicht bebauten Gärten ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber RTK-basierten Systemen, die auf satellitengestützte Positionsdaten angewiesen sind und unter Bäumen oder in Häuserschluchten an Genauigkeit verlieren.
Ganz ohne Einschränkungen kommt LiDAR allerdings nicht aus: Auf sehr großen, offenen Flächen mit wenigen markanten Strukturen kann die Positionsbestimmung ungenauer werden – hier spielt RTK weiterhin seine Stärken aus. Der Mova setzt ausschließlich auf LiDAR plus KI-Vision und verzichtet auf eine RTK-Komponente. Konkurrenzmodelle wie der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR kombinieren beide Technologien (Tri-Fusion-Ansatz aus LiDAR, Kamera und cloudbasiertem Net-RTK) und sind dadurch auf großen offenen Flächen im Vorteil.
Eine Randbeobachtung aus dem Testzeitraum: An einem Tag mit Außentemperaturen über 30 Grad meldete der Mova eine Überhitzung des LiDAR-Sensors und unterbrach die Mähaufgabe selbsttätig. Nach kurzer Abkühlphase setzte er die Arbeit automatisch fort. Da das Phänomen während der mehrtägigen Hitzeperiode am Teststandort nur ein einziges Mal auftrat, lässt sich keine belastbare Aussage über die Häufigkeit oder eine systematische Temperaturempfindlichkeit treffen.
Hinderniserkennung: Der Hersteller wirbt mit der Erkennung von über 300 Hindernistypen, darunter Gartenmöbel, Spielzeug, Tiere und Personen. Im Test zeigte sich: Bei größeren Objekten wie Gartenschläuchen, Bällen ab etwa 10 cm Durchmesser und Werkzeugen funktionierte die Erkennung zuverlässig – der Mova stoppte oder umfuhr die Hindernisse. Bei sehr flachen oder kleinen Gegenständen (etwa flachen Spielzeugen oder herabgefallenen Früchten) kommt es dagegen gelegentlich zu Überfahrten. Eine hundertprozentige Zuverlässigkeit gibt es nicht. In den App-Einstellungen lässt sich die Hindernisempfindlichkeit auf "Hoch" stellen, was die Erkennungsrate verbessert – allerdings auf Kosten der Mähgeschwindigkeit, da der Roboter dann häufiger auf vermeintliche Hindernisse reagiert.
Home Assistant – die stärkste Option: Für Home-Assistant-Nutzer gibt es mit der Community-Integration "dreame-mower" von Anton Daubert eine ausgereifte Lösung, die ausdrücklich für Dreame und Mova-Geräte entwickelt wurde – ein weiterer Beleg dafür, wie identisch beide Produktlinien aus technischer Sicht sind. Die Integration lässt sich über HACS installieren und exponiert nicht nur Basis-Funktionen, sondern den vollen Funktionsumfang des Mähroboters.
Im Test bot die Integration eine Live-Map des Rasens, die deutlich mehr darstellt als nur die aktuelle Position des Mähroboters: Sichtbar sind zusätzlich der gemähte Pfad (Mowing Path), erkannte Hindernisse (Obstacles) und die geplante Route (Trajectory). Damit liefert die Home-Assistant-Visualisierung praktisch denselben Informationsumfang wie die Hersteller-App. Über die Geräteseite lassen sich Mähvorgänge starten, pausieren und beenden, der Mäher zur Ladestation schicken und Sitzungsstatistiken einsehen – inklusive Batteriestand, abgemähter Fläche und Mähdauer.
Für komplexere Setups stellt die Integration zusätzliche Service-Aktionen bereit, etwa das Mähen mehrerer Zonen in einem Durchgang ohne Rückkehr zur Ladestation. Der Maintainer dokumentiert im GitHub-Repository auch realistische Automatisierungs-Beispiele – darunter eine Kopplung mit motorisierten Toren (Mäher startet erst nach vollständigem Öffnen) und eine Regen-Erkennung über Netatmo, die Mähvorgänge bei nasser Witterung automatisch aussetzt.
Wichtig zu wissen: Die Integration läuft über die Hersteller-Cloud, ein rein lokaler Zugriff ohne Internetverbindung ist nicht möglich. Außerdem handelt es sich um ein Community-Projekt ohne offiziellen Hersteller-Support – die langfristige Pflege hängt am Engagement des Maintainers. In der Praxis ist die Integration aktuell stabil und aktiv weiterentwickelt.
Sprachassistenten: Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Home wird unterstützt. Damit lassen sich Basis-Befehle wie Mähvorgang starten, pausieren oder beenden per Sprache absetzen sowie der aktuelle Status abfragen. Eine Anbindung an Apple Home fehlt – Apple-Nutzer bleiben auf die Hersteller-App oder den Umweg über Home Assistant angewiesen.
Der getestete Mova Lidax Ultra 1000 AWD kostet regulär 1600 Euro, war aber auch schon für 1400 Euro erhältlich. Aktuell im Angebot ist der Mova Lidax Ultra 2000 AWD für 1700 Euro.
Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ist ein technisch hochwertiger Mähroboter, der unter einem klaren Versprechen antritt: Testsieger-Hardware zum reduzierten Preis. Dieses Versprechen löst er weitgehend ein. Schnittbild, Kantenpräzision und das schwimmend gelagerte Mähdeck bewegen sich auf dem Niveau des deutlich teureren Dreame A3 AWD Pro 3500 – wenig überraschend, da beide Geräte denselben Hersteller und identische Hardware teilen.
Beim Tempo zahlt der Käufer für den Preisvorteil mit Geduld: Im Standard-Modus mäht der Mova 30 bis 36 % langsamer als der Dreame. Für die ausgewiesene Maximalfläche von 1000 m² reicht das problemlos – die Einschränkung wird erst bei größeren Gärten spürbar, für die das Gerät ohnehin nicht vorgesehen ist.
Kritischer sind die beiden bewussten Beschneidungen gegenüber der Dreame-Linie. Der schnelle Mähmodus mit 5000 m²/Tag fehlt komplett. Und an der 70 cm schmalen Engstelle in unserem Testgarten scheitert der Mova, während der baugleiche Dreame sie problemlos meistert. Beides lässt sich technisch nicht erklären, denn die Hardware ist identisch. Es liegt der Verdacht nahe, dass der Hersteller den günstigeren Mova bewusst in der Funktionalität limitiert, um den teureren Dreame zu schützen. Ob die Engstellen-Schwäche per Update behoben wird, ist offen.
Kaufempfehlung: Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ist die richtige Wahl für Gartenbesitzer mit Rasenflächen bis 1000 m² ohne Engstellen unter 80 cm, die Premium-Technik suchen und auf Schnelligkeit verzichten können. Wer 600 bis 1000 Euro sparen will und keine der genannten Schwachstellen in seinem Garten hat, bekommt hier den besten Mähroboter seiner Preisklasse.
Wer dagegen Engstellen umfahren muss oder größere Flächen besitzt, kommt am Dreame A3 AWD Pro 3500 nicht vorbei. Innerhalb der Mova-Reihe lohnt zudem ein Blick auf den Lidax Ultra 2000 AWD: Bei aktuell nur 100 Euro Aufpreis und doppelter Flächenleistung ist der 1000er beim derzeitigen Preisgefüge nur dann sinnvoll, wenn der Preis auf das Angebotsniveau von 1400 Euro fällt.