Heise 25.05.2026
10:34 Uhr

Leben und spielen lassen: Die fünf besten „James Bond“-Games


Der berühmteste Geheimagent der Welt hat im Laufe der letzten 40 Jahre viele interaktive Abenteuer durchlebt. Wir präsentieren fünf der besten davon.

Leben und spielen lassen: Die fünf besten „James Bond“-Games

James Bond, der Mann, der im Geheimdienst ihrer Majestät Dr. No jagt, in tödlicher Mission nur zweimal lebt und im Angesicht des Todes ein Quantum Trost findet, macht all dies und noch sehr viel mehr in Buch-, Comic-, Film- und Videospielform bereits seit über 0070 Jahren. Schon in wenigen Tagen wird mit „007 First Light“ ein neues Spiel in der legendären Serie veröffentlicht – ein guter Grund, mal in der Historie ebendieser Serie zu wühlen und fünf der besten Spiele ins Scheinwerferlicht zu stellen. Pardon, in den Feuerball.

Eigentlich geht Mr. Geschüttelt-nicht-gerührt bereits seit dem 1982er-Textadventure „Shaken But Not Stirred“ auf interaktive Bösewichterjagd. Aber das war eher ein Fanprojekt des Solo-Entwicklers Richard Shepherd. Das erste hochoffizielle Bond-Spiel erschien erst knapp zwei Jahre später auf damals aktuellen 8-Bit-Systemen wie Atari 2600 oder C-64, hieß schlicht „James Bond 007“ und war eine simple Mischung aus Shooter und Plattformer. Im Laufe der nachfolgenden Jahrzehnte wurden die Spiele um den Meisterspion aber natürlich immer ausgefeilter und abwechslungsreicher.

Timothy Daltons Karriere als 007 war vergleichsweise kurz, beschränkte sich nur auf zwei Filme („Der Hauch des Todes“, 1987, und „Lizenz zum Töten“, 1989) und war 1993 schon lange vorbei. Zu diesem Zeitpunkt herrschte noch ein Bond-Vakuum, Pierce Brosnan sollte die berühmte Rolle erst zwei Jahre später übernehmen. Insofern war es also nicht verwunderlich, dass Mr. Dalton sein markantes Gesicht für „James Bond 007: The Duel“ noch einmal hergeben musste. Und zwar genau das, das man schon vom „Lizenz zum Töten“-Filmposter kannte.

Paul Kautz

Ebendieses Spiel, entwickelt von der Mini-Firma „The Kremlin“ (die im Wesentlichen aus dem Programmierer/Designer Paul Margrave sowie vier Grafikern bestand), vertrieben von Domark und erschienen auf Segas Mega Drive, Master System und Game Gear, ist keine typische Bond-Ballerei, sondern eine fesselnde Mischung aus Action und Erkundung: Als Bond rennt und springt man durch vier Levels, befreit entführte Blondinen und gebietet den Plänen des durchgeknallten Dr. Gravemar Einhalt, während man sich mit der guten alten Walther PPK vertraute Bösewichter wie Beisser oder Oddjob vom Hals hält.

Im November 2002 erschien „Stirb an einem anderen Tag“, der letzte Film, in dem Pierce Brosnan die Rolle des James Bond übernahm. Gleichzeitig stand auch ein offizielles Bond-Spiel in den Läden, das sein bekanntes Agentengesicht zeigte – aber das war, anders als „GoldenEye“ (1997), „Tomorrow Never Dies“ (1999) und „The World Is Not Enough“ (2000), kein offizielles Spiel zum Film, sondern ein eigenständiges Abenteuer namens „James Bond 007: Nightfire“. Das folgerichtig auch nichts mit der Handlung des Films zu tun hat, sondern seine eigene Geschichte erzählt. Die aber natürlich nicht sonderlich vom üblichen Bond-Schema abweicht und sich um den durchgeknallten Industriellen Raphael Drake dreht, der die Menschheit von seiner Raumstation aus mit Nuklearwaffen bedroht.