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16.07.2026
15:11 Uhr
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IBM liefert ab 24. Juli den Power S1112 aus – ein Power11-Einstiegsserver mit P05-Einstufung, der Softwarekosten senkt.

Ab dem 24. Juli will IBM das Power-System S1112 (Modell 9242-21B) als neuen Einstiegsserver für ihre vor einem Jahr vorgestellte Power11-Serverfamilie ausliefern. Mit einer CPU-Fassung für die Power11-Prozessoren als kompakter Rack-Einschub in halber Breite oder als Tower-System konzipiert, ist die neue S1112 das einzige Power11-System, das im günstigsten Software-Tier P05 eingestuft ist. Viele Mittelständler haben lange darauf gewartet, weil mit allen anderen Power11-Modellen wesentlich höhere Software-Kosten anfallen. Preise der neuen Modelle sind noch nicht bekannt.
Der neue Server liefert laut Herstellerangaben eine bis zu dreimal so hohe Kernleistung wie frühere Power8-Generationen und eine bis zu doppelt so hohe Kernleistung wie der Power S914. Allerdings ist der von IBM nicht erwähnte Vorteil gegenüber dem Vorgängerprozessor Power10 marginal bis kaum vorhanden: Das neue Einstiegsmodell erreicht in der Software-Klasse P05 mit Vierkern-Prozessor in 3,6- bis 4,0-GHz-Taktung bis 117.000 CPW; das Kürzel steht für „Commercial Processing Workload“ und ist ein von IBM definierter Leistungs-Benchmark für kaufmännische Transaktionen. Das Vorgängermodell S1012 erreicht mit einem, vier oder acht Kernen 29.000, 111.300 beziehungsweise 203.100 CPW.
Ausgestattet mit einem Power11 eSCM (Entry Single-Chip Module), ist das Modell in Konfigurationen mit bis zu vier Kernen (Tower/Deskside) oder bis zu zehn Kernen (Rack) erhältlich. Das Gehäuse bietet Platz für bis zu acht interne NVMe-U.2-Speicherlaufwerke mit einer Gesamtkapazität von bis zu 12,8 TByte. Der neue Server unterstützt mit den Betriebssystemen IBM i, AIX und Linux laut Hersteller auch datenintensive (KI-)Anwendungen mit bis zu 512 GByte DDR5-DDIMM-Speicher. Dies vergrößert die Bandbreite bei der Datenübertragung, verbessert die Zuverlässigkeit und beschleunigt den lokalen Datenzugriff.
Wie bei allen Power11-Prozessoren ist auch hier die native On-Chip-Matrix-Mathematikbeschleunigung (Matrix Math Acceleration, MMA) für schnellere Inferenz-Workloads direkt am Ort des Geschehens eingebaut. Außerdem wurde das Limit der Erweiterung des Servers mit Spyre-Acceleratoren von acht auf zwölf erhöht, um die Leistung im KI-Bereich zu stärken. Und nachdem IBM bereits damit begonnen hat, einige ältere Power10-Systeme aus dem Lieferprogramm zu nehmen, ist der neue Server auch als deren Nachfolger für Edge- und Einstiegsanwendungen konzipiert.
(fo)