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12.05.2026
18:26 Uhr
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Chris Sakalosky, Vizepräsident für Strategic Industries bei Google Cloud, über souveräne Clouds, Agentenplattformen, multimodale KI und Googles Modellvielfalt.

Zusammen mit Amazon Web Services, Microsoft Azure und diversen kleineren Konkurrenten beherrscht Google Cloud den Markt der Cloud-Anbieter. Im ersten Quartal lag die Alphabet-Tochter laut Synergy Research mit 14 Prozent Marktanteil auf Rang drei, hinter Azure (21 Prozent) und Marktführer AWS (28 Prozent).
Unter den „Big Three“, die mehr als 60 Prozent des Marktes unter sich aufteilen, inszeniert sich Google Cloud als neutrale Instanz: Angefangen beim Versuch, die EU endlich zur Regulierung von Microsofts Cloud-Geschäft zu bewegen, unter dem mancher Mittelständler ächzt, über Cross-Cloud-Fähigkeiten bis hin zur Tatsache, dass KI-Modelle bei dem Anbieter frei ausgewählt werden können, egal ob sie die direkte Konkurrenz stellt. Chris Sakalosky, Vizepräsident für den Bereich Strategic Industries bei Google Cloud, spricht im Interview mit heise online über den aktuellen Stand des Geschäfts, Agenten-Hype und den zunehmenden Druck zu souveränen Clouds.
Wenn wir mit regulierten und nicht regulierten Unternehmen sprechen, beginnt die Diskussion immer mit der Frage: Wie denkt Google über Daten? Die Daten der Kunden sind die Daten der Kunden. Jeder Tenant soll sicher und geschützt sein. Weder wir noch unsere Partner oder Provider können in diese digitale Blackbox hineinschauen – und das ist Absicht.
Dort, wo es regulatorische Anforderungen gibt, gehen wir auch weiter und bauen souveräne Rechenzentren auf, direkt oder über Partnerschaften in einzelnen Ländern. Das sehen wir in Europa ebenso wie im Nahen Osten. Wir haben außerdem Sovereign-Cloud-Funktionen entwickelt, mit denen Datenresidenz innerhalb der Cloud-Umgebung im jeweiligen Land gewährleistet werden kann – auf Wunsch auch in der physischen Umgebung des Kunden.