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12.05.2026
16:00 Uhr
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Mit 2800 Watt Dauerleistung deckt die Aferiy P280 mit 2 kWh nahezu sämtliche Verbraucher ab. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.

Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.
Mit 2800 Watt Dauerleistung deckt die Aferiy P280 mit 2 kWh nahezu sämtliche Verbraucher ab. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Die Aferiy P280 ist eine tragbare Powerstation mit einer Dauerausgangsleistung von 2800 Watt (reine Sinuswelle) und einer internen Kapazität von 2 kWh. Das Gerät basiert auf LiFePO4-Akkuzellen mit über 4000 Ladezyklen. Die Kapazität ist durch Anschluss von bis zu vier externen Batteriepaketen auf maximal über 10 kWh erweiterbar. Über zwei XT90-Eingänge kann das Gerät mit bis zu 1200 Watt solargeladen werden. Die AC-Ladung von 0 auf 80 % dauert etwa eine Stunde. Zur Ausstattung gehören 13 Anschlüsse, darunter AC-Steckdosen, USB-C-Ports mit bis zu 140 Watt, DC-Ausgänge sowie eine USV-Funktion mit einer Umschaltzeit von unter 10 Millisekunden. Außerdem unterstützt die dazugehörige App die Anbindung an einen lokalen MQTT-Broker, sodass sich die Powerstation lokal von Home Assistant steuern lässt.
Wie gut die relativ günstige Powerstation Aferiy P280 in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Mit 2800 Watt Dauerleistung und einer maximalen Speicherkapazität von bis zu 10 kWh deckt das Gerät sowohl den Einsatz als Notstromversorgung im Haushalt als auch die mobile Nutzung im Outdoor-Bereich ab.
Als Speicher kommen Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4) zum Einsatz, die laut Hersteller über 4000 Ladezyklen bei 80 % Restkapazität erreichen. Rechnerisch ergibt sich daraus eine Nutzungsdauer von rund elf Jahren – abhängig vom tatsächlichen Lade- und Entladeprofil. An der Haushaltssteckdose lädt die Powerstation mit bis zu 1800 Watt Eingangsleistung in etwa einer Stunde von 0 auf 80 %. Neben dem AC-Eingang stehen zwei XT90-Anschlüsse mit zusammen 1200 Watt (2 × 600 Watt) für Solarmodule oder Fahrzeugbordnetze zur Verfügung.
Die Anschlussausstattung umfasst 13 Ausgänge: drei AC-Steckdosen, vier USB-C-Ports (zwei davon mit 140 Watt PD), zwei USB-A-Ports, zwei DC5521-Ausgänge, einen XT60-Ausgang und einen Zigarettenanzünder, wobei die Gesamtausgangsleistung auf 2800 Watt begrenzt ist. Die integrierte USV-Funktion schaltet in unter 10 Millisekunden um, was für die meisten Haushaltsgeräte ausreicht; sehr empfindliche IT-Hardware sollte im Einzelfall geprüft werden. Steuerung und Statusabfrage erfolgen über eine App per Bluetooth oder WLAN.
Das Gehäuse ist nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Ein Batteriemanagementsystem (BMS) sowie eine Überlastschutztaste sollen vor Überspannung, Kurzschluss und Überhitzung schützen; ein temperaturgesteuerter Lüfter regelt die Kühlung. Gerät und Zusatzbatterien lassen sich flach hinlegen oder stapeln, was die Aufstellung im stationären Betrieb erleichtert. Der Hersteller gewährt eine Garantie von bis zu sieben Jahren; das Gerät verfügt über Zertifizierungen nach UL, CE, FCC und RoHS.
Ein Display auf der Vorderseite informiert über wesentliche Betriebsparameter. Die einzelnen Anschlusstypen USB, DC und AC lassen sich über Schalter leicht ein- und ausschalten. Zudem ist noch eine LED-Lampe integriert, die bei Bedarf SOS signalisiert oder einfach als Beleuchtung dient.
Insgesamt bietet die knapp 22 kg schwere und mit 39,8 × 28 × 31,5 cm relativ kompakte Aferiy P280 eine umfangreiche Ausstattung und solide technische Eckdaten.
Per Stromnetz lädt die Powerstation mit bis zu 1800 Watt, wobei ab 70 % die Ladeleistung auf 1000 Watt und später weiter verringert wird. Das ist aber branchenüblich und schont die Akkus. Unter 0 °C lädt sie allerdings nicht, kann aber bis -10 ° C entladen.
Der Energiesparmodus ist standardmäßig aktiv. Wenn keine Eingabe oder Ausgabe erfolgt, schaltet die Powerstation nach einer festgelegten Zeit automatisch alle Schalter aus: AC- und DC nach acht Stunden, USB nach drei Minuten und Hauptschalter nach 5 Minuten, wenn kein Schalter aktiv ist. Durch das Ausschalten des Energiesparmodus (10x DC-Taste drücken) wird der Dauerbetriebsmodus aktiviert. Und im USV-Modus wird die Ausgangsleistung auf 2400 Watt beschränkt.
Während des Entladens springen die internen Lüfter der Powerstation zur Kühlung an. Im Betrieb wurde in einem Meter Abstand ein Schalldruckpegel von 48 dB(A) gemessen, direkt am Gerät sind es 66 dB(A). Diese Werte liegen im üblichen Bereich für vergleichbare Powerstations dieser Leistungsklasse. Positiv hervorzuheben ist die Geräuschcharakteristik: Die Lüfter erzeugen weder ein störendes Aufheulen noch einen unangenehm scharfen Ton, was den Dauerbetrieb als deutlich angenehmer empfinden lässt als bei vielen Konkurrenzprodukten. Zusätzlich sind periodische, tickende Geräusche wahrnehmbar, die vermutlich vom integrierten Wechselrichter stammen. Diese sind jedoch leise und im Alltag kaum störend. Insgesamt ist die akustische Emission als angemessen und für Einsatzorte wie Wohnmobile, Campingplätze oder den häuslichen Notstrombetrieb als gut verträglich einzustufen.
Aus den gemessenen Werten lässt sich die Gesamteffizienz der Aferiy P280 berechnen. Bei der AC-Ladung von 0 auf 100 % wird eine Energiemenge von 2245 Wh aus dem Netz entnommen, während die nutzbare Kapazität 2048 Wh beträgt. Daraus ergibt sich eine Ladeeffizienz von etwa 91,2 %. Dieser Wert ist als sehr gut zu bewerten, da Verluste durch Wärmeentwicklung und den Betrieb der internen Elektronik unvermeidbar sind. Die Ladedauer von 112 Minuten für den vollständigen Ladevorgang ist angesichts der hohen Kapazität bemerkenswert kurz.
Positiv hervorzuheben ist zudem das intelligente Ladeprotokoll, das mit 1800 Watt bis zur 70-%-Marke die maximal mögliche Leistung nutzt und die Leistung anschließend sukzessive reduziert. Diese Strategie schont den Akku und verlängert dessen Lebensdauer. In der App kann man auch einen leisen Lademodus aktivieren. Dabei laufen die Lüfter nicht kontinuierlich, während die Ladeleistung allerdings auf 900 Watt begrenzt ist.
Beim Entladevorgang mit einer konstanten Last von 2000 Watt werden 1760 Wh entnommen. Bezogen auf die theoretische Kapazität von 2048 Wh errechnet sich eine Entladeeffizienz von etwa 85,9 %. Dieser Wert liegt im erwartbaren Bereich für Hochleistungs-Powerstations, da bei hoher Entladeleistung größere Verluste durch Wärmeentwicklung in den Zellen und der Elektronik auftreten.
Im Vergleich zur Ladeeffizienz fällt die Entladeeffizienz niedriger aus, was physikalisch bedingt ist. Die Gesamtsystemeffizienz – also das Verhältnis von entnommener Energie zu eingespeister Energie – beträgt etwa 78,4 % (1760 Wh / 2245 Wh). Dieser Wert ist für ein Gerät dieser Leistungsklasse als solide und akzeptabel einzustufen, wobei die sehr kurze Ladezeit und die intelligente Ladesteuerung die leichten Effizienzeinbußen ausgleichen.
Die Aferiy P280 kann über die App BrightEMS gesteuert werden. Sie steht für iOS und Android zur Verfügung. Beide Varianten haben im Test grundsätzlich funktioniert. Allerdings ist die Übersetzung teilweise fehlerhaft. Statt „aufstellen“ müsste es „Einstellungen“ heißen.
Die App bildet alle wesentlichen Funktionen der Station digital ab. Nutzer können damit alle Ausgänge sowie die LED-Leuchte schalten, den aktuellen Ladezustand und Energiefluss einsehen sowie Lade- und Entladegrenzen festlegen. Zusätzlich lassen sich Standby-Zeiten für die Station und das Display konfigurieren.
Allerdings bleibt die App in einem Punkt hinter den Möglichkeiten zurück: Sie bietet keine Aufzeichnung oder Historie vergangener Lade- und Entladevorgänge, was für eine detaillierte Nutzungsanalyse wünschenswert wäre.
Letzteres ist aber über einen Umweg möglich. Denn die App ermöglicht, einen lokalen MQTT-Broker zu konfigurieren. Damit kann man die Aferiy P280 über Home Assistant steuern. Zudem hat man Zugriff auf die Betriebsdaten, die Home Assistant abspeichert und somit für eine spätere Analyse zur Verfügung stehen.
Hierfür bedarf es allerdings eines MQTT-Brokers, der wie EMQX auch anonyme Anmeldungen erlaubt. Mit dem für Home Assistant empfohlenen Mosquitto-Broker hat die Integration der Aferiy P280 hingegen nicht funktioniert, weil diese zwingend User-ID und Passwort voraussetzt.
Außerdem muss obendrein die Community-Integration Fossibot unter Home Assistant installiert werden. Fossibot vermarktet wie Aferiy OEM-Powerstation des Herstellers Sydpower. Daher funktioniert die Fossibot-Integration auch mit Aferiy-Powerstations.
Im Shop des Herstellers gibt es die Aferiy P280 aktuell zum Preis von 862 Euro (Code: heise_medien an der Kasse eingeben). Damit ist sie dort etwas günstiger als bei Amazon, wo die Powerstation 879 Euro kostet. Mit einem Preis von 712 Euro (Code: TS280280 an der Kasse eingeben und Versandservice deaktivieren) gibt es die Aferiy P280 bei Banggood aus einem europäischen Warenlager deutlich günstiger.
Beim Einkauf über internationale Plattformen wie Banggood oder Aliexpress gilt jedoch: Der Preis ist meist günstiger, allerdings können Gewährleistungs- und Garantieansprüche eingeschränkt oder aufwendiger sein. Wir verlinken hier ausschließlich Händler, mit denen wir bisher gute Erfahrungen gemacht haben.
Ob als mobile Stromversorgung oder als Notstromversorgung: Die Aferiy P280 ist mit einer Kapazität von 2 kWh, 2800 Watt Leistung und einem Gewicht von knapp 22 kg für beide Szenarien gut geeignet. Außerdem ist sie mit einem Preis von 712 Euro relativ günstig. Bei Bedarf lässt sie sich überdies auf bis zu 10 kWh ausbauen.
Während die Übersetzung in der App nicht immer korrekt ausfällt, erlaubt sie über einen lokalen MQTT-Broker, die Aferiy P280 in Home Assistant einzubinden. Das hat Seltenheitswert, da oft eine Integration nur über die Cloud des Herstellers möglich ist.