Auf dem Display des Smartphones taucht pünktlich um elf Uhr eine Textnachricht auf. Dazu vibriert das Gerät heftig und gibt schrille Töne von sich. Sind mehrere Handys in der Nähe, ergibt das ein ziemlich schiefes Konzert. Im Normalfall sollten Smartphonenutzer beim bundesweiten Warntag den Probealarm auf ihr Gerät bekommen. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten verschiedene Einstellungen am Handy überprüft werden, die den Eingang der Nachrichten verhindern können. Das Betriebssystem updaten Insbesondere ältere Mobilfunkgeräte unterstützen Warnungen über das Cell Broadcast System nicht. Manchmal liegt es aber auch nur an einem veralteten Betriebssystem des Handys. Das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt, dass auf Android-Smartphones Version 11 und auf Apple-Geräten iOS ab Version 16.1 installiert ist. Cell Broadcast aktivieren Je nach Gerät und Hersteller muss in den Systemeinstellungen der Empfang von Notfallmeldungen aktiviert werden. Bei Apple-Handys finden sich die Einstellungen hierfür unter Einstellungen – Mitteilungen – „Cell Broadcast-Warnungen“ (ganz unten). Dort gibt es drei Schalter, für „Extreme Gefahr“, „Gefahreninformation“ und „Testwarnungen“. Diese Schalter sollten grün und aktiviert sein. Sind diese grau, ist die Funktion ausgeschaltet. Im Betriebssystem Android unter Einstellungen nach „Notfallmeldungen“ oder „Katastrophenwarnung“ suchen. Dort gibt es verschiedene Regler, die Sie aktivieren können. Unter Warnmeldungen gibt es die drei Abstufungen „Extreme Gefahr“, „Erhebliche Gefahr“ und „Gefahreninformation“ sowie „Testwarnung“. Die Schalter sollten blau sein, dann ist die Funktion aktiv. Außerdem kann eingestellt werden, ob das Handy vibrieren soll und auch warnen soll, wenn ein „Nicht stören“-Modus aktiviert ist. „Katastrophenwarnungen“ sind ein zusätzlicher Warndienst von Google, der, im Gegensatz zu Cell Broadcast, eine Internetverbindung voraussetzt. Neben dem „Nicht stören“-Modus kann auch der „Flugmodus“ den Eingang der Nachrichten blockieren. Verschiedene Empfangskanäle für Warnungen Die Warnungen am Warntag gehen über verschiedene Kanäle raus, etwa über Fernsehen oder Radio, das Cell Broadcast System, aber auch über spezielle Apps. Wer Warn-Apps wie NINA oder Katwarn nutzt, sollte prüfen, ob Benachrichtigungen für Warnmeldungen aktiviert sind. Zudem sollte man sicherstellen, dass die Standorte abonniert wurden, für die Warnmeldungen einlaufen sollen. Zusätzlich empfehle es sich, den eigenen Standort in der jeweiligen App freizuschalten – dann erhalte man unabhängig von den abonnierten Orten auch Warnmeldungen für den aktuellen Aufenthaltsort.
