Nach der Geisterfahrt am Sonntag auf der Autobahn 45 in der Wetterau ist eines der Kinder gestorben. Wie ein Sprecher der Polizei in Gießen auf Anfrage bestätigte, ist ein bei dem Unfall schwer verletztes Mädchen am Dienstag in einem Krankenhaus gestorben. Es hatte am Sonntag gemeinsam mit seinen beiden Geschwistern und den Eltern in dem Auto gegessen, das seine Mutter aus unbekannten Gründen in falscher Richtung gesteuert hatte. Die Falschfahrt mündete nahe Florstadt in einem Frontalunfall. Der Wagen der Familie fuhr in das Fahrzeug eines 70 Jahre alten Mannes aus Hagen. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen starb an der Unfallstelle, die 34 Jahre alte Geisterfahrerin wenig später. Ihr fünf Jahre älterer Mann und die beiden anderen Kinder werden weiter schwer verletzt in Krankenhäusern behandelt. Ihr Zustand ist nach Angaben der Polizei kritisch. Die Autoinsassen waren bei dem Unfall in ihren Fahrzeugen eingeklemmt worden und mussten von Feuerwehrleuten befreit werden. Die Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen. Nach Angaben der Polizei kam die aus Bayern stammende Familie von einer Feier. Ein Gutachter soll im Auftrag der Staatsanwaltschaft Gießen den Unfallhergang klären.
