Fans auf dem Fußballfeld? Ein Fest! So geschehen und gesehen beim SC Freiburg, als der Klub jüngst sensationell ins Finale der Europa League einzog. Fans in den Armen von Fans, von Trainern, Betreuern, Spielern, glücklich, beseelt und vereint in der Freude über das, was gemeinsam, so zumindest das Selbstverständnis vieler Fans, erreicht wurde. Fans auf dem Fußballfeld? Ein Fiasko! So geschehen und gesehen beim Derby in Prag zwischen Slavia und Sparta, als beim Stand von 3:2 drei Minuten vor dem Spielende Slavia-Anhänger auf den Rasen stürmten im Glauben, ihr Klub würde nun die Meisterschaft gewinnen. Drei Spiele noch ausstehend, elf Punkte Vorsprung: von glücklicher und gemeinsamer Freude aber keine Spur. Stattdessen: Häme und Gewalt. Bengalos wurden in einer gemeinsamen Attacke auf die Fans im Gästeblock geworfen, auch Spieler des Gegners, so berichtet es dieser, wurden attackiert. Die Folge? Spielabbruch statt Meisterfeier. Die Folge der Folge? Möglicherweise die Aberkennung des Sieges. Die Meisterschaft stünde wieder auf dem Spiel. Ganz gleich aber, wie die Sache ausgeht, nach dieser Partie oder am Ende der Saison: Diese Fans, die da auf das Fußballfeld stürmten, haben schon jetzt gezeigt, was sie wirklich sind: Verlierer. Durch und durch.
