FAZ 18.08.2026
18:26 Uhr

Museumsuferfest 2026: Kunst, Kultur und Musik mit Skyline-Blick


Am letzten Augustwochenende feiert die Stadt mit dem Museumsuferfest ihr Kulturangebot. Die Veranstaltung soll über eine Million Besucher nach Frankfurt locken.

Museumsuferfest 2026: Kunst, Kultur und Musik mit Skyline-Blick

Mit Blick auf das Museumsuferfest am letzten Augustwochenende ist sich Thomas Feda gewiss: „Es kommt wieder was Großes auf uns zu.“ Für ihn gebe es in Deutschland kein vergleichbares Fest, sagt der Geschäftsführer der Tourismus- und Congressgesellschaft Frankfurt (TCF). Selbst den Vergleich zum Münchener Oktoberfest brauche Frankfurt nicht zu scheuen, sagt Feda: Würde man die Stände der Feste aneinanderreihen, käme das Museumsuferfest auf eine Länge von knapp vier Kilometern – und läge damit vor dem bayrischen Volksfest. Vom 28. bis 30. August lädt das Museumsuferfest die Besucher ein – wie immer am letzten Wochenende im August. Entlang einer Strecke von 5,8 Kilometern verteilen sich etwa 400 Stände, 12 Bühnen und 28 Museen. Die Veranstalter erwarten wieder mehr als eine Million Besucher. Die Museen präsentieren sich dem Publikum mit laufenden Ausstellungen und vielen Sonderaktionen. Interessierte erhalten dabei auch die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Häuser zu schauen. Zudem öffnen viele der Museen ihre Dachterrassen. Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) eröffnet das Fest offiziell an diesem Freitag um 18 Uhr auf der Adler-Bühne am südlichen Mainufer in Höhe der Untermainbrücke. Auf der Bühne, einer Kooperation von Binding, Eintracht Frankfurt und der TCF, steht neben Livemusik und Talkrunden mit dem ehemaligen Eintracht-Trainer Dragoslav Stepanović auch Torwandschießen auf dem Programm. Ein Fokus des dreitägigen Festes liegt auf der Frankfurter Musikgeschichte. Im Mittelpunkt davon steht der Musikclub Batschkapp, der in diesem Jahr Geburtstag feiert. Er besteht seit 50 Jahren. Zu diesem Jubiläum würdigt das Fest „eine der prägendsten Konzertbühnen Deutschlands“ mit einer eigenen Bühne und Live-Auftritten lokaler Künstler wie dem Rapper nio, der Band Black Cats Eye oder den Künstlern Elis C. Bihn und Tilman Birr, die am Sonntagabend Welthits auf Hessisch übersetzen und singen. Zum festen Programm gehören seit Jahren die Chor- und Orgelmeilen in den Innenstadtkirchen und am Sachsenhäuser Museumsufer. Die Orgelmeile beginnt am Samstag um 15 Uhr, die Chormeile am Sonntag um 16 Uhr. In jeder Kirche erklingt zur vollen Stunde ein halbstündiges Konzert. Am Sachsenhäuser Ufer finden Skulpturen und Gemälde auf der Kunstwiese Platz. Busse und Bahnen fahren öfter und mit mehr Platz Für das Festwochenende verstärken der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und traffiQ ihr Angebot: Busse und Bahnen fahren zum Museumsfest in dichterem Takt. Zudem sind längere Fahrzeuge im Einsatz. Als Eintrittskarte für die Museen und Ausstellungsräume dient ein Button zum Preis von sieben Euro. Der Button ist bei den teilnehmenden Museen und bei den verschiedenen Standorten der Touristeninformationen erhältlich. Den Abschluss bildet wie jedes Jahr am Sonntagabend das Feuerwerk. Es beginnt um 22 Uhr. Untermalt wird der funkelnde Abschluss mit einer Musikauswahl, die Frankfurt in den Mittelpunkt rücken soll. Die sechs Stücke wurden in Frankfurt komponiert, uraufgeführt oder sind dort entstanden. Weitere Informationen zum Museumsuferfest zu finden unter www.museumsuferfest.de.