FAZ 08.05.2026
16:08 Uhr

München: Surfen an natürlicher Eisbachwelle wieder erlaubt


Surfer müssen in Zukunft eine selbstlösende Sicherheitsleine nutzen und dürfen nur noch bis 22 Uhr auf dem Fluss sein. Vor einem Jahr war eine 33-Jährige beim nächtlichen Surfen tödlich verunglückt.

München: Surfen an natürlicher Eisbachwelle wieder erlaubt

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Verschwinden der Eisbachwelle in München ist die natürliche Welle wieder da. Das Surfen dort ist ab sofort unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Surfer müssen angesichts des tödlichen Unfalls im vergangenen Jahr eine selbstlösende Sicherheitsleine nutzen. Ab 22 Uhr gilt zudem ein Surfverbot. „Ich freue mich, dass das Surfen am Eisbach jetzt endlich wieder möglich ist“, erklärte der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). Die Natur habe mitgespielt, die Welle sei wieder da. Das Surfen am Eisbach sei „Teil des Münchner Lebensgefühls“, fügte er hinzu. Die Eisbachwelle im Englischen Garten gilt als weltweit konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt. Sie ist seit 40 Jahren besurfbar und ein Touristenmagnet. Illegal Rampe eingebaut Im April 2025 verunglückte dort beim nächtlichen Surfen eine 33-jährige Münchnerin tödlich. Ende Juni vergangenen Jahres wurde die Welle unter Auflagen wieder zum Surfen freigegeben. Nach der jüngsten sogenannten Bachauskehr im Oktober aber, bei der das Bachbett von Unrat und Sedimenten befreit wurde, baute sich die Welle nicht wieder auf. An Weihnachten 2025 bauten Unbekannte dann heimlich eine provisorische Rampe im Eisbach ein, die aber wenige Tage später entfernt wurde. Die Stadt warnte am Freitag davor, dass illegale Befestigungsvorrichtungen oder Vandalismus an der Beschilderung eine abermalige Sperrung der Welle erforderlich machen könnten.