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16.03.2026
14:40 Uhr
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Kommunalwahl in Hessen am 15. März 2026: Aktuelle Nachrichten live

Hessenweite Verluste für die GrünenNach der Auszählung der ersten Stimmzettel erreicht die CDU in Hessen zusammengerechnet das beste Ergebnis. Auffällig ist, dass sich Verluste bei den Grünen durch das ganze Land ziehen, schreibt Manfred Köhler. In Kassel ging ihr Stimmanteil um 6,3 Prozentpunkte zurück, in Wiesbaden um 6,1, in Darmstadt um 4,7 und in Offenbach um 4,5. Bei der SPD ist das Bild uneinheitlich.
Zitterpartie in Wiesbaden: Linksbündnis verliert seine knappe MehrheitDie Auszählung der Stimmen aus den Wahlbezirken wurde am Montagnachmittag zu einer Zitterpartie für SPD, Grüne, Linke und Volt, berichten OIiver Bock und Robert Maus.
CDU in Frankfurt vorn – „klarer Auftrag zum Politikwechsel“Die CDU ist laut dem Trendergebnis als stärkste Kraft aus der Kommunalwahl in Frankfurt hervorgegangen. Die Partei erhielt 26,5 Prozent der Stimmen – 4,6 Prozentpunkte mehr als bei den Kommunalwahlen 2021. Damit ist die bisher regierende Koalition in der größten hessischen Stadt abgewählt.Frankfurt wurde seit 2021 von einem Viererbündnis aus Grünen, SPD, FDP und Volt regiert, die FDP verließ das Bündnis vergangenes Jahr.Die Frankfurter CDU erklärte, man sehe das Ergebnis als klaren Auftrag, eine neue Koalition unter eigener Führung zu bilden. „Die CDU wird jetzt den anderen demokratischen Parteien in Frankfurt Gespräche über die Bildung einer neuen Stadtregierung anbieten“, erklärt Spitzenkandidat Nils Kößler. Wichtige Themen Sicherheit, Wohnen und Mobilität Grundlage würden die Themen, für die die CDU im Wahlkampf geworben hat. Die Partei nannte Sicherheit, Sauberkeit, Mobilität, Wohnraum und Bildung.Die Frankfurter Grünen zeigten sich zufrieden mit dem Trendergebnis. Es sei ein klarer Auftrag, „weiter an einer grünen, sozialen und lebenswerten Stadt zu arbeiten“. Der Auftrag, Gespräche über die Bildung einer Koalition zu führen, liege bei der CDU. Die Frankfurter SPD erklärte, man habe sich mehr versprochen. Entscheidend werde nun sein, welche Koalitionsmöglichkeiten am Ende da seien. „Gerade nach den letzten Jahren ist es wichtig, eine vertrauensvolle, stabile Stadtregierung zu bilden.“ (dpa)
Königstein. In dem Taunusstädtchen hat die CDU mit Spitzenkandidatin Annette Hogh die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) als stärkste Kraft abgelöst. Nach Auszählung auch der kumulierten und panaschierten Stimmen steht fest: Die CDU erreicht 34,4 Prozent, die ALK 27,2. Es folgt die FDP mit 14,1 Prozent. Die Grünen erhalten 10,1 Prozent, dann folgt die SPD mit 7,2 Prozent. Auf dem letzten Platz liegt die AfD mit 7,1 Prozent.
Grävenwiesbach. Als erste Kommune im Hochtaunuskreis hat das kleine Grävenwiesbach ganz im Norden des Landkreises auch die Wahlzettel ausgezählt, auf denen kumuliert und panaschiert wurde. Damit steht fest: Die CDU geht mit 27 Prozent als stärkste Fraktion in die neue Gemeindevertretung, es folgt die örtliche FWG mit 23 Prozent. Auf Platz 3 liegt die Bürgerinitiative für Grävenwiesbach (BiG) mit 18,5 Prozent. Erst dann kommen SPD (14 Prozent) und Grüne (11 Prozent). Die Unabhängigen Bürger erreichen 7 Prozent. Fast 60 Prozent der Wahlberechtigten sind zur Wahl gegangen.
Hanau: Hemsley und Bieri in der StichwahlBei der Entscheidung, wer künftig die Stadt Hanau als Oberbürgermeister regieren wird, kommt es zur Stichwahl. Sie soll am 29. März stattfinden. Am Sonntag hatte Maximilian Bieri (SPD) den Sieg mit 48,1 Prozent nur knapp verpasst. Auf seine Kontrahentin Isabelle Hemsely (CDU) waren 35,7 Prozent der Stimmen gefallen.
Boris Rhein: AfD kein politischer PartnerDie AfD ist für Hessens Regierungschef Boris Rhein (CDU) nach den Kommunalwahlen kein politischer Partner. „Es wird von uns keine Zusammenarbeit mit der AfD geben“, sagte er dem privaten Radiosender „Hit Radio FFH\". Man sei politisch wie Galaxien voneinander entfernt.Dennoch beunruhige ihn das Ergebnis. Da seien sehr viele Proteststimmen dabei. „Da sind sehr viele Stimmen von Menschen dabei, die nicht rechtsradikal, die nicht rechtsextremistisch sind, die nicht eine rechte Partei wählen, weil sie so denken.“ Das seien Menschen, die enttäuscht sind, die sich zurückgelassen fühlen. Diese Stimmen müsse man zurückgewinnen.Die CDU ist bei den Kommunalwahlen in Hessen einem Trendergebnis zufolge stärkste Partei geblieben. Sie kam landesweit auf 29,7 Prozent der Stimmen, wie das Statistische Landesamt in der Nacht auf Montag in Wiesbaden bekanntgab. Es folgte die SPD mit 20,2 Prozent. Die AfD gewann an Zustimmung und sicherte sich mit 15,9 Prozent den dritten Platz. (dpa)
Wiesbaden: Linksbündnis trotz Grünen-Verlusten vor knapper Mehrheit Wiesbaden. In der hessischen Hauptstadt könnte das rot-grün-rote Linksbündnis trotz des Absturzes der Grünen weiterregieren. Nach dem Trendergebnis kompensieren SPD, Linke und Volt deren Verluste weitgehend – zusammen käme das Bündnis auf knapp 50 Prozent, was für eine knappe Sitzmehrheit reichen dürfte. Die CDU bleibt zwar stärkste Kraft und könnte rechnerisch mit SPD und FDP eine Deutschlandkoalition bilden, doch erscheint das für die Sozialdemokraten politisch wenig attraktiv. Während die AfD ihren Stimmenanteil fast verdoppelt und der Union eine Zusammenarbeit anbietet, signalisieren Linke, SPD und auch Volt Gesprächsbereitschaft für eine Fortsetzung der bisherigen Ausrichtung.
Frankfurt wählt den Wechsel Frankfurt. Die Frankfurter haben den Wechsel gewählt: Das bisherige Viererbündnis verliert deutlich, die CDU legt als einzige Oppositionskraft der Mitte spürbar zu. Vor allem die Grünen werden für ihre Verkehrspolitik abgestraft, auch die SPD rutscht weiter ab. Jetzt zählt, wie schnell eine stabile Koalition ohne Dauerstreit zustande kommt – an der CDU führt dabei kaum ein Weg vorbei.
Wahlbeteiligung in Offenbach am niedrigstenDie niedrigste Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl ist bislang in Offenbach am Main zu verzeichnen. Lediglich 36,4 Prozent aller Wahlberechtigten haben ihre Stimmen abgegeben. Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnet mit 78,9 Prozent das nordhessische Breuna.Hessenweit lag die Wahlbeiteligung in diesem Jahr bei 54,4 Prozent und damit vier Prozentpunkte über der Beteiligung an der Kommunalwahl 2021.
Frankfurt: Boris Rhein fieberte mit Sohn Bruno mit Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat zur Kommunalwahl mit seinem Sohn Bruno kräftig mitgefiebert. Dieser stellte sich im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach ebenso wie seine Mutter Tanja Raab-Rhein für die Christdemokraten zur Wahl. „Die Nervosität ist da sogar noch ein bisschen größer als bei einem selbst, wenn man zur Wahl steht“, bekannte der Ministerpräsident. „Das ist schon ganz erstaunlich, wenn Kinder ja sozusagen auf dem Wahlzettel und dann am Abend auch zur Wahl stehen. Also da war große Aufregung in der Familie.\" Der 23 Jahre alte Bruno Rhein studiert Lehramt an der Goethe-Universität in Frankfurt und engagiert sich nach eigenen Angaben leidenschaftlich in der Politik. Zu seinen Themen gehören Sicherheit und Sauberkeit als „Grundlage für eine lebenswerte Stadt“, wie es auf der Homepage der CDU Frankfurt heißt. Auch für den Neubau und die Sanierung moderner Sportstätten will sich der Sohn von Boris Rhein engagieren.
Fulda: CDU bleibt vornFulda. Die CDU hat sich bei der Kommunalwahl als stärkste Partei in der Hochburg Fulda behauptet, musste aber deutliche Verluste hinnehmen. Laut Trendergebnis liegt die CDU zwar mit 35,1 Prozent klar vorn, verlor damit nach Angaben des Statistischen Landesamtes aber 7,3 Prozentpunkte gegenüber ihrem Ergebnis bei der letzten Kommunalwahl 2021. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD, die 16 Prozentpunkte zulegte auf insgesamt 23,2 Prozent. Auf Platz Drei landeten die Grünen mit 11,7 Prozent und damit 4,5 Prozentpunkten weniger als 2021. Die SPD verlor 4,4 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent. Die FDP kam auf 3,0 Prozent und erreichte somit 3,4 Prozentpunkte weniger als 2021. Zugewinne gab es für die Linke – sie erhielt 5,7 Prozent der Stimmen und damit 2 Prozentpunkte mehr als bei der vorangegangenen Kommunalwahl.Das Trendergebnis bildet laut dem Statistischen Landesamt nur einen Teil der vergebenen Stimmen ab. Lediglich die Stimmzettel, bei denen Wähler mit einem Kreuz gleich eine ganze Wahlliste gewählt haben, sind hier schon berücksichtigt. Die Stimmzettel ohne ein Listenkreuz und etwa mit auf einzelne Kandidaten verteilte Kreuze bleiben dagegen beim Trendergebnis noch außen vor. Sie werden in den Folgetagen ausgezählt. (dpa)
Hochtaunuskreis: CDU dominiert Im Hochtaunuskreis steht der Wahlabend unter dem Stichwort „geräuschlos“: CDU, SPD und FWG loben die konfliktarme Zusammenarbeit ihres Dreierbündnisses im Kreistag und signalisieren, dass sie weiterregieren wollen. Laut Trendergebnis liegt die CDU mit 36,8 Prozent klar vorn, die Grünen werden mit 18,7 Prozent erneut zweitstärkste Kraft; CDU-Spitzenmann Markus Koob lässt offen, ob er Gespräche mit ihnen sucht, während Grünen-Kandidatin Patricia Peveling den Anspruch formuliert, künftig könne es keine Mehrheit ohne die Grünen geben.