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26.05.2026
08:25 Uhr
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Dekret soll für neue Rekruten sorgen +++ Moskau: Haben NATO-Minen in Ostseehafen gefunden +++ Merz kritisiert Einsatz der russischen Oreschnik-Rakete +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Zahl der Toten in Kiew steigt auf dreiDie Zahl der Todesopfer in Kiew ist infolge des massiven russischen Angriffs auf die ukrainische Hauptstadt vom Wochenende auf drei gestiegen. Das teilte die Poizei am Dienstagmorgen mit. Bei Aufräumarbeiten seien Körperteile gefunden worden, die vermutlich zu einer Frau gehören, die als vermisst gilt. Zur endgültigen Identifizierung wird ein DNA-Test angeordnet, äußerte die Polizei.Am Montag hatte die Militärverwaltung der Stadt Kiew gemeldet, dass die Zahl der Opfer infolge des Angriffs auf 91 gestiegen sei.
USA wollen weiter im Ukrainekrieg vermittelnNach den jüngsten russischen Großangriffen und Warnungen an ausländische Botschaften in Kiew hat US-Außenminister Marco Rubio erklärt, dass sein Land weiter im Ukrainekrieg vermitteln wolle. „Jedes Mal, wenn man diese massiven Angriffe der einen oder anderen Seite sieht, ist dies eine mahnende Erinnerung daran, warum dies ein schrecklicher Krieg ist“, sagte Rubio in Indien. „Er muss beendet werden.“„Die USA stehen bereit und sind gewillt, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ein Ende dieses Krieges zu erleichtern – hoffentlich wird sich zu gegebener Zeit die Gelegenheit dazu ergeben“, sagte Rubio nach einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.
Russland meldet Abschuss von Flugkörpern über Region LeningradDie russische Luftabwehr hat nach offiziellen Angaben Flugkörper abgeschossen, die auf die Region Leningrad zusteuerten. Dies teilte der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Weitere Details nannte er zunächst nicht. In der Region im Nordwesten Russlands liegt unter anderem die Millionenmetropole St. Petersburg. Zudem befinden sich dort wichtige Hafenanlagen und Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien.
EU-Vertretung zeigt sich unbeeindruckt von russischen DrohungenUngeachtet russischer Drohungen mit systematischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt wollen sich die Ukraine und die Vertretung der Europäischen Union in Kiew nicht einschüchtern lassen. Die EU wies russische Aufforderungen zurück, ihr diplomatisches Personal aus der Stadt abzuziehen. Die EU-Vertretung werde in Kiew bleiben, betonte die Leiterin des dortigen EU-Büros, Katarina Mathernova. Russland wolle mit seinen Warnungen lediglich Panik säen und die Ukraine isolieren. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief die Verbündeten auf, sich der russischen Erpressung nicht zu beugen.Die Führung in Moskau hatte am Montag Ausländer sowie Diplomaten aufgefordert, Kiew so schnell wie möglich zu verlassen. Die russischen Streitkräfte würden systematische Schläge gegen militärische und politische Entscheidungszentren in der Hauptstadt beginnen, hieß es aus dem Außenministerium. Außenminister Sergej Lawrow rechtfertigte das Vorgehen in einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Marco Rubio als Reaktion auf ukrainische Angriffe gegen Zivilisten. Russland verwies dabei auf einen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland kontrollierten Region Luhansk am Freitag. Die Ukraine wies dies zurück und erklärte, sie habe eine militärische Kommandoeinheit getroffen.
Toter und Verletzte nach russischen LuftangriffenBei schweren russischen Angriffen ist ukrainischen Behördenangaben nach im Osten des Landes mindestens ein Mensch getötet worden, 15 weitere wurden verletzt. In der Hafenstadt Odessa sei ein Infrastrukturobjekt durch Beschuss zerstört worden, teilte Gouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit. Von den vier Verletzten sei einer seinen Wunden erlegen, schrieb er später.In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden derweil durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben am Abend zwölf Personen verletzt. „Unter den Verletzten ist ein achtjähriger Junge“, schrieb der ukrainische Gouverneur des Gebiets Wadym Filaschkin auf Telegram. Laut den örtlichen Behörden war es bereits der dritte schwere Angriff auf die Stadt im Tagesverlauf.
Russland informiert USA über Angriffe auf Kiew Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat nach Angaben seines Ministeriums US-Außenminister Marco Rubio über Angriffe auf die ukrainischen Hauptstadt Kiew informiert. Dies teilt das Außenministerium in Moskau mit. Die russischen Streitkräfte begännen nun mit systematischen Angriffen auf Einrichtungen, die vom ukrainischen Militär genutzt würden, sowie auf Entscheidungszentren. Es handle sich um Vergeltung für ukrainische Angriffe. Dies habe Lawrow Rubio in einem Telefonat mitgeteilt. Zuvor hat die Regierung in Moskau Ausländer aufgefordert, Kiew zu verlassen.
Russland droht mit Angriffen auf „Entscheidungszentren“ in Kiew Nach dem massiven russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Wochenende hat Moskau mit einer neuen schweren Attacke gedroht. Das russische Außenministerium rief ausländische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen. Das russische Militär werde als Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk nun systematisch Rüstungsobjekte und „Entscheidungszentren“ in Kiew angreifen, heißt es in der Mitteilung.Bei dem Angriff auf Starobilsk wurden nach Angaben der Besatzungsbehörden mehr als 20 Zivilisten getötet. Der Generalstab in Kiew wiederum erklärte, die Attacke habe einer dort stationierten Militäreinheit gegolten.
Wieder Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine Im Osten der Ukraine sind bei russischen Angriffen mindestens vier Menschen getötet worden. Bei Raketenbeschuss auf die Stadt Derhatschi im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen Militärgouverneur Oleh Synjehubow zufolge ein 25 Jahre alter Mann und ein 68 Jahre alter Mann ums Leben. Weitere 23 Personen wurden demnach verletzt. Ein ziviles Unternehmen, Lagerräume und Fahrzeuge seien beschädigt worden. Ein 64 Jahre alter Mann und eine 38 Jahre alte Frau kamen außerdem durch russischen Beschuss der Stadt Kramatorsk und der Siedlung Jasnohirka ums Leben, wie die regionale Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mitteilte. Drei weitere seien verletzt worden.
Russland: NATO-Minen an Tanker in Ostseehafen entdeckt Russische Behörden haben nach eigenen Angaben mehrere in NATO-Staaten hergestellte Magnetminen an einem Tanker im Ostseehafen Ust-Luga entdeckt. Taucher hätten die Sprengsätze bei der Inspektion des Schiffsrumpfes der Arrhenius gefunden, teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Das Schiff sei aus dem belgischen Antwerpen eingetroffen, um Flüssiggas zu laden. Die Minen seien inzwischen entschärft worden. Nach ersten Erkenntnissen könnten sie nicht in russischen Hoheitsgewässern angebracht worden sein, sagte eine Sprecherin.
Nach Großangriff auf Kiew: Neue Attacken im GrenzgebietEinen Tag nach dem russischen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew haben sich die gegenseitigen Angriffe im russisch-ukrainischen Grenzgebiet fortgesetzt. In der russischen Region Belgorod kam nach Behördenangaben ein Mann bei einem Raketen- und Drohnenangriff ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Zudem sei die Energieinfrastruktur beschädigt worden, was zu Strom- und Wasserausfällen in der Stadt Belgorod geführt habe, teilten die Behörden auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Im russisch kontrollierten Horliwka im Osten der Ukraine wurden dem russischen Staatsfernsehen zufolge fünf Menschen bei Drohnenangriffen verletzt. Aus der südukrainischen Region Cherson meldeten die dortigen Behörden zwei Tote und 16 Verletzte bei russischen Angriffen, die am Sonntag begonnen hatten. In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurden den dortigen Behörden zufolge zudem drei Menschen verletzt.
Russland: Drohnenangriff auf Region JaroslawlDie russische Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau wird nach Angaben des dortigen Gouverneurs mit Drohnen angegriffen. Dies teilt Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Ukraine beantragt UN-DringlichkeitssitzungDer ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kiew die internationale Gemeinschaft zu einer „starken Antwort an den Aggressor“ aufgefordert. Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).Sybiha warf Russland vor, mit der „barbarischen Raketenattacke“ in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.Allein in Kiew wurden mindestens zwei Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten stieg laut Bürgermeister Vitali Klitschko bis zum frühen Abend auf 81. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte in den sozialen Netzwerken mit, es seien etwa 100 Menschen bei den Angriffen im Land verletzt und mindestens vier getötet worden.
Bei den massiven russischen Angriffen sind in der Nacht auch zahlreiche Kultureinrichtungen in der Ukraine beschädigt worden. Ein Überblick meiner Feuilleton-Kollegin Kerstin Holm:
Ukraine: Greifen russische Öl-Anlage anDer ukrainische Geheimdienst SBU greift nach eigenen Angaben mit Drohnen eine Öl-Pumpstation in der russischen Region Wladimir an. Die Anlage sei ein wichtiger Knotenpunkt für die Weiterleitung von Ölprodukten nach Moskau und in die Umgebung, teilt der SBU in den sozialen Medien mit. Sie versorge große Öllager rund um die Hauptstadt sowie die Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo mit Treibstoff. Nach dem Angriff sei ein Feuer auf einer Fläche von 800 Quadratmetern registriert worden.