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10.08.2026
05:20 Uhr
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Fünf Verletzte bei russischem Angriff auf Sumy +++ Russland: Haben 285 ukrainische Drohnen abgefangen +++ Selenskyj: Massiver Stromausfall in Odessa +++ Ukraine kauft US-Artillerieraketen in der Türkei +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Fünf Verletzte bei russischem Angriff auf SumyBei russischen Bombenangriffen auf die nordukrainische Stadt Sumy wurden örtlichen Behörden zufolge in der Nacht mindestens fünf Menschen verletzt. Zudem gebe es Schäden in mehreren Wohngebieten, teilt der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Russland: Haben 285 ukrainische Drohnen abgefangenDas russische Verteidigungsministerium teilt mit, die Luftverteidigung habe innerhalb von zwölf Stunden 285 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Die Vorfälle hätten sich vor allem in Zentral- und Westrussland ereignet, aber auch in der Republik Baschkortostan zwischen der Wolga und dem Ural. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärt auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, fünf auf die Hauptstadt zusteuernde Drohnen seien abgeschossen worden.
Selenskyj: Massiver Stromausfall in OdessaDer jüngste russische Großangriff auf die Region um die ukrainische Küstenstadt Odessa hat in der Nacht zum Sonntag für einen massiven Stromausfall gesorgt. „Am Morgen waren mehr als 300.000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom; mittlerweile ist ein Drittel wieder mit Strom versorgt“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung und zur Beseitigung der Schäden dauerten an. Bei dem Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen waren mindestens sechs Menschen verletzt worden.
Die bulgarische Außenministerin hat angekündigt, die ukrainische Botschafterin am Montag einzubestellen. Erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe.
Ukraine kauft US-Artillerieraketen in der Türkei Die Ukraine kauft in der Türkei ein größeres Paket mit in Amerika produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition, wie das ukrainische Militärportal „Militarnyj“ berichtet.Es stützt sich dabei auf die offizielle Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress zu dem geplanten Weiterverkauf. Demnach befürwortet Washington das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar. Es gilt als genehmigt, wenn die Parlamentskammern Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen.
Verletzte in russischer Grenzstadt und in OdessaDurch einen ukrainischen Drohnenangriff auf die grenznahe russische Großstadt Belgorod sind nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen verletzt worden. Vier Wohnblocks seien beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf Telegram mit.Angaben zu den militärischen Zielen des Angriffs gab es nicht. Belgorod ist allerdings der logistische Knotenpunkt zur Versorgung der russischen Truppen, die die ukrainische Großstadt Charkiw beschießen und im Industriegebiet Donbass angreifen. Deshalb wird Belgorod immer wieder angegriffen, was auch die Energieversorgung und andere zivile Objekte in Mitleidenschaft zieht. Russische Behörden meldeten außerdem ukrainische Drohnenangriffe auf Noworossijsk und Gelendschik am Schwarzen Meer.Zugleich wurden durch russischen Raketenbeschuss auf die südukrainische Hafenstadt Odessa in der Nacht mindestens sechs Menschen verletzt, wie Stadtchef Serhij Lyssak auf Telegram mitteilte.
Türkei: Angriffe im Schwarzen Meer stoppenNach mehreren Angriffen auf Handelsschiffe hat die Türkei von Russland und der Ukraine einen vorläufigen Stopp der Angriffe im Schwarzen Meer gefordert. Außenminister Hakan Fidan verlangte am Samstag in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu „die Einrichtung eines Mechanismus, um die Vereinbarung eines Moratoriums zu ermöglichen“.„Der Konflikt hat sich auf das gesamte Schwarze Meer ausgeweitet“, sagte Fidan zur Begründung. Das Ziel der Angriffe seien erst Häfen und Kriegsschiffe gewesen, mittlerweile würden „ohne Unterschied“ auch Handelsschiffe angegriffen. Auch türkische Schiffe und Schiffe unter türkischer Flagge seien schon betroffen gewesen.Am Montag waren im Schwarzen Meer zwei Schiffe türkischer Reeder mit Drohnen angegriffen worden, mehrere Besatzungsmitglieder wurden dabei verletzt. Die Türkei hatte die Angriffe am Dienstag verurteilt und vor einer weiteren Gefährdung der zivilen Schifffahrt gewarnt.
Selenskyj: Putin will Hunderttausende heimlich mobilisieren Kremlchef Wladimir Putin ist nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit zu einer weiteren Steigerung seines Angriffskriegs gegen das Nachbarland. Mit einer möglichen neuen Massen-Mobilmachung sollte eventuell auch Europa unter Druck gesetzt werden, sagte Selenskyj in einem Interview mit ukrainischen Sendern.Nach einer versteckten Einberufung von hunderttausenden Russen zum Militärdienst könnten diese Streitkräfte nicht nur für den Krieg in der Ukraine, sondern auch zur psychologischen Beeinflussung europäischer Länder vorgesehen sein. „Wozu? Um zu zeigen, dass ich im Herbst eine halbe Million Menschen mobilisieren werde. Und diese halbe Million werde ich nicht unbedingt nur in der Ukraine einsetzen“, erläuterte Selenskyj.
Die mit Sprengstoff beladene Drohne, die in der Nähe einer Gaspipeline in Bulgarien explodiert ist, stammt nach Angaben der bulgarischen Regierung wahrscheinlich aus der Ukraine. Lesen Sie hier die ganze Nachricht:
Serbien und Ukraine streben Freihandelsabkommen anDie Präsidenten Serbiens und der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj und Alexander Vučić, haben am Samstag in Belgrad auf einer Pressekonferenz anlässlich des Besuchs des ukrainischen Präsidenten eine engere Zusammenarbeit ihrer Länder angekündigt. Unter anderem soll bis Jahresende ein Freihandelsabkommen zwischen beiden Staaten unterschriftsreif sein.Zudem bestätigten die beiden Präsidenten, dass Belgrad und Kiew einander bei der Annäherung an die Europäische Union unterstützen wollen. Eine Zusammenarbeit im militärischen Bereich sei nicht geplant, betonte der serbische Präsident. „Unsere Zusammenarbeit weitet sich aus und wird viel größer werden“, sagte Vučić.
Selenskyj: USA liefern weniger Raketen für Patriots als in den VorjahrenOffenbar liefern die USA in diesem Jahr monatlich weniger Flugabwehrraketen an die Ukraine als in den Jahren zuvor. Dies äußerte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Belgrad. Es gebe zwar eine Vereinbarung über die monatliche Lieferung von Abfangraketen für Patriot-Systeme, die Menge sei aber aktuell nicht ausreichend. Selenskyj nannte keine genauen Zahlen. Er äußerte darüber hinaus die Hoffnung, dass Deutschland oder Polen weitere Hilfe leisten könnten.
Drei Jahre altes Kind und Großeltern sterben bei AngriffDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat weitere Einzelheiten zu nächtlichen russischen Luftangriffen veröffentlicht. Seinen Angaben zufolge kamen in einem Wohnhaus in der Ortschaft Puchiwka im Gebiet Kiew ein drei Jahre altes Kind sowie dessen Großmutter und Großvater ums Leben. Bei einem weiteren Angriff – Selenskyj spricht von einem sogenannten „Doppelschlag“ – seien zudem die Eltern und der fünfzehn Jahre alte Bruder des getöteten Kindes sowie ein Nachbar verletzt worden. Russland hat Kiew in der Nacht nach ukrainischen Angaben mit sechs ballistischen Raketen angegriffen. Abermals konnte keine einzige Rakete abgefangen werden. 135 russische Drohnen wurden demnach abgefangen.
Drohne dringt im Luftraum Bulgariens ein Im Luftraum des NATO- und EU-Mitgliedstaates Bulgarien ist eine Drohne eingedrungen. Das Flugobjekt sei auf bulgarischem Staatsgebiet in einer Entfernung von 100 Metern von der rumänischen Grenze explodiert, sagte Ministerpräsident Rumen Radew nach einer Sitzung des Sicherheitsrates bei der Regierung in Sofia. Die Drohne hatte demnach eine Großmenge Sprengstoff.Teams der bulgarischen Grenzpolizei und des Verteidigungsministeriums des Landes seien dabei, die Herkunft der Drohne festzustellen, sagte Radew weiter. Es gebe keine Verletzten und auch keine Sachschäden.
Trauerfeier für Olexij Jukow In der Wolodymyrkathedrale im Kiewer Zentrum haben hunderte Menschen dem getöteten ukrainischen Freiwilligen Olexij Jukow gedacht. Seine Gruppe „Brückenkopf“ barg an der Front die Leichen gefallener Soldaten. Am Mittwoch kam er bei einer Suchmission ums Leben. Hunderte Menschen nahmen in der Kathedrale am offenen Sarg Abschied. Jukow und seine Gruppe waren in der Ukraine bekannt, insbesondere unter Soldaten. Angehörige von „Vermissten“ verbinden mit den Suchaktionen die Hoffnung auf eine würdevolle Bestattung. Jukow selbst sprach öffentlich davon, die „Seelen der Gefallenen“ nach Hause zu holen. Seit 2014 widmete er sich der Bergung von Leichnamen des Krieges in der Ukraine. Zuvor barg er Gebeine von Gefallenen der Weltkriege.