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02.08.2026
14:10 Uhr
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In der Nacht war in einem Restaurant ein Sprengsatz explodiert +++ Ukraine greift Flugplatz, Raffinerie und Logistikzentrum an +++ Selenskyj bittet abermals um Patriot-Raketen +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Ukraine attackiert Flugplatz, Raffinerie und LogistikzentrumIn Russland sollen infolge ukrainischer Drohnenangriffe zwei Menschen getötet worden sein. Zivile Infrastruktur in Saratow und Engels sei beschädigt worden, schrieb der Gouverneur der Region Saratow, Roman Bussargin, bei Telegram, ohne Details zu nennen. In Engels sei ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden und zwei Menschen seien ums Leben gekommen.In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die Feuer auf dem Gelände der Raffinerie in Saratow zeigen sollen. Sie war in der Vergangenheit schon oft Ziel ukrainischer Gegenangriffe. In Engels ist einer der größten Luftwaffenstützpunkte in ganz Russland. Von dort steigen immer wieder strategische Bomber auf, um Städte in der Ukraine mit Raketen zu beschießen. Auch Engels war daher schon mehrfach Ziel ukrainischer Gegenangriffe.
Selenskyj bittet abermals um Patriot-RaketenNach den jüngsten russischen Raketenangriffen auf Kiew bittet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj aufs Neue um dringende Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen. „Wir brauchen Antworten auf diesen russischen Terror, echte Antworten von der Welt“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die einzig gerechte Antwort wäre ihm zufolge die Unterstützung für Kiew bei der Abwehr russischer Raketenangriffe. „Raketen für die ,Patriots‘ gibt es weltweit, und es ist wichtig, dass unsere Partner diese politische Entscheidung treffen – die Entscheidung, die notwendigen Lieferungen zu übermitteln“, sagte Selenskyj weiter. Die USA und auch Europa wüssten, was die Ukraine dringend benötige. „Raketen zur Abwehr ballistischer Raketen sollen Menschen schützen und nicht in Lagern liegen bleiben“, so der Präsident. Jeder weitere Tag ohne diese Hilfe sei eine Gelegenheit für Russland, Menschen in der Ukraine zu töten.Russland hat laut Selenskyj in der Nacht zum Samstag mit 35 Raketen und Marschflugkörpern, darunter 27 ballistische Raketen, sowie 185 Drohnen angegriffen. Nur eine einzige ballistische Rakete sei abgefangen worden, einfach weil es keine Raketen für Patriot-Systeme gebe, schrieb er in sozialen Medien. Patriot-Raketen gelten als wirksamste Abwehr gegen ballistische Raketen.
Tote und Verletzte bei russischen LuftangriffenBei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Region Cherson sind mindestens eine Bewohnerin sowie sieben weitere Personen verletzt worden. Das teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Bei dem Angriff, der auch von Artillerie begleitet worden sei, wurden nach Angaben der Behörden mehrere Gebäude und Fahrzeuge beschädigt. Die frontnahe Region Cherson ist immer wieder Ziel russischer Angriffe. In Nikopol in der Region Dnipro wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Minibus sieben Insassen verletzt. „Ein gezielter und zynischer Angriff auf Zivilisten“, kommentierte der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram.
Russland: Haben Häfen Odessa und Mykolajiw angegriffen Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau Treibstofftanks im ukrainischen Hafen Odessa sowie einen Schlepper im Hafen von Mykolajiw angegriffen. Der Treibstoff und das Schiff seien für die ukrainische Armee vorgesehen gewesen, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Ministerium.
IAEA: AKW Saporischschja verliert abermals externe Stromversorgung Das Atomkraftwerk Saporischschja hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum 23. Mal seit Kriegsbeginn seine externe Stromversorgung verloren. Die Ursache des fast zweistündigen Ausfalls sei noch unklar, teilt die Behörde mit. Das ukrainische Kraftwerk ist von russischen Kräften besetzt.
Ukraine trifft Ölraffinerien und Frachtschiff Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj die Infrastruktur von drei russischen Ölraffinerien in der Region Baschkortostan angegriffen. Die Anlagen liegen knapp 1600 Kilometer von der Grenze entfernt. Zudem hätten ukrainische Truppen das sanktionierte russische Containerschiff „Yanina“ mit einer Kapazität von mehr als 100.000 Tonnen versenkt und weitere Ziele im Schwarzen und Asowschen Meer getroffen, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Auch die russische Atombehörde Rosatom meldete die Versenkung des Schiffs „Yanina\". Der von Rosatoms Schifffahrtstochter Fesco betriebene Tanker transportierte nach Angaben der Atombehörde zivile Güter einschließlich Tiefkühlwaren und Baumaterialien. Rosatom-Chef Alexej Lichatschew bezeichnete den Angriff als „Piraterie und Raub auf See“. Es gab zunächst keine Hinweise darauf, dass das Containerschiff Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Atombereich von Rosatom ausgeführt oder nukleares Material an Bord gehabt habe.
Selenskyj: Nur eine ballistische Rakete abgewehrt Nach massiven russischen Angriffen mit vielen Toten und Verletzten in Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj abermals auf den Mangel an Abwehrraketen seines Landes hingewiesen und an die Partner der Ukraine appelliert. Nur eine ballistische Rakete sei abgefangen worden, einfach weil es keine Raketen für Patriot-Systeme gebe, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als einzig wirklich wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Systeme.Russland griff die Ukraine in der Nacht laut Selenskyj mit 35 Raketen und Marschflugkörpern, darunter 27 ballistische Raketen, sowie mit 185 Drohnen an. Allein in der Hauptstadt Kiew wurden dadurch nach Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 verletzt. Mittel zur Flugabwehr würden nicht in Lagern für hypothetische Szenarien gebraucht, sondern jetzt in der Ukraine, sagte Selenskyj. Kiew sei das Hauptziel gewesen, aber auch die Regionen Dnipropetrowsk, Sumy, Charkiw und Poltawa seien attackiert worden. Beschädigt wurden ihm zufolge 18 Häuser, eine Schule, die litauische Botschaft und Infrastruktureinrichtungen in Kiew.
Wieder heftige russische Angriffe auf Kiew – neun ToteErneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei viele Menschen getötet und verletzt. Medienberichten zufolge wurden mindestens 9 Menschen getötet, 23 weitere verletzt, unter ihnen zwei Teenager. Der Bürgermeister der Millionenstadt, Vitali Klitschko, berichtete auf der Plattform Telegram, in mehreren Bezirken seien Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt worden sowie Autos in Brand geraten. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko. Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahnstationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar.
Heftige Explosionen: Russland beschießt Kiew mit ballistischen RaketenIn der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind in der Nacht erneut heftige Explosionen zu hören. Dies berichten Zeugen vor Ort. Laut Angaben des Bürgermeisters der Stadt greift Russland Kiew mit ballistischen Raketen an. Kiew hat zu wenige Flugabwehrsysteme, die in der Lage sind, ballistische Raketen abzuwehren.
Ukrainer demonstrieren weiter für FedorowIn Kiew hat eine Demonstration für Reformen im Verteidigungssektor begonnen. Wie die Onlinezeitung „Ukrainska Pravda“ berichtet, versammelten sich Tausende Menschen im Taras-Schewtschenko-Park. Die Teilnehmer gedachten der gefallenen Soldaten mit einer Schweigeminute und sangen die ukrainische Nationalhymne. Danach zogen die Teilnehmer in Richtung des Franko-Theaters. Die Demonstranten forderten unter anderem die Wiedereinsetzung von Michail Fedorow als Verteidigungsminister. Sie skandierten: „Fedorow!“, „Die Macht gehört dem Volk“, „Es ist uns nicht egal“, „Was ihr kaputtgemacht habt, muss wieder in Ordnung gebracht werden“, „Weg vom Sowjetzeitalter, hin zur Europa“.Kurz nach 20 Uhr Ortszeit wurde in der Hauptstadt Luftalarm ausgelöst. Der Protestzug ging jedoch weiter. Seit dem 16. Juli demonstrieren in Kiew und anderen Städten der Ukraine Menschen mit der Forderung, Fedorow wieder ins Amt des Verteidigungsministers zu berufen, nachdem dieser von Präsident Wolodymyr Selenskyj entlassen worden war. Später kam er zwar den Forderungen der Demonstranten nach, den Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Olexandr Syrskij, zu entlassen, doch Fedorow holte er nicht zurück. Zum neuen Armeechef wurde Mychajlo Drapatyj ernannt. Mehr zu der Causa lesen Sie hier:
Russisches Gericht ordnet Festnahme der Tochter des ermordeten Putin-Kritikers Nemzow anEin Gericht in Moskau hat in Abwesenheit einen Haftbefehl gegen die Tochter des vor elf Jahren ermordeten Putin-Kritikers Boris Nemzow erlassen. Schanna Nemzowa werde die Beteiligung an einer in Russland als „unerwünscht“ eingestuften Organisation vorgeworfen, teilte die Gerichtsbehörde am Freitag mit. Nemzow war einer der prominentesten Oppositionspolitiker und Gegner von Präsident Wladimir Putin. Seine Tochter hatte Russland nach seinem Tod im Jahr 2015 verlassen. Sie ist Mitbegründerin der „Boris-Nemzow-Stiftung für die Freiheit“ mit Sitz in Bonn. Russland hatte die Organisation im Jahr 2024 für „unerwünscht“ erklärt und ihre Arbeit im Land verboten.Nemzowa reagierte auf Facebook ironisch auf die Entscheidung: „Ich bin jetzt berühmt“, schrieb sie. Bei der als „unerwünscht“ eingestuften Organisation handele es sich um die von ihr 2015 in Deutschland gegründete Boris-Nemzow-Stiftung in Bonn. Dorthin sei sie am Freitag gereist.
In Kiew getroffene Fabrik gehört US-UnternehmenBei einem russischen Luftangriff wurde am vergangenen Wochenende wurde auch eine Drohnenfabrik in Kiew getroffen. Wie der britische \"Guardian\" nun berichtete, gehört die Fabrik einem in Delaware registrierten US-Unternehmen. Es wäre das erste Mal, dass Moskau ein US-Rüstungsunternehmen in der Ukraine ins Visier genommen hätte. Laut \"Guardian\" stellt die Firma Terminal Autonomy Präzisionsdrohnen für „Deep-Strike“-Einsätze her, deren Leitsysteme gegen russische Störsignale resistent sind.Der Begriff „Terminal Autonomy“ bezieht sich auf die letzte Phase des Angriffs einer Kamikaze-Drohne, in der die KI die Kontrolle über die Waffe übernimmt, nachdem die verteidigende Streitmacht Funkwellen oder Mobilfunkdienste gestört hat.Die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass hatte am Sonntag über den Angriff unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium berichtet. Demnach haben in der Fabrik „Spezialisten eines ukrainisch-amerikanischen Unternehmens“ gearbeitet. Bei dem Angriff kam laut Unternehmenskreisen niemand ums Leben.
Russland warnt vor Blockade seiner Getreide-Exporte Die wichtigste russische Getreidelobby warnt vor einem Stopp der Getreide-Exporte über das Schwarze Meer und der Folgen für die globale Nahrungsmittelversorgung. Grund seien die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Schiffe und Häfen, erklärt der Verband der russischen Getreideexporteure und -produzenten. Die Angriffe könnten bald zu einer vollständigen Blockade der Exportkorridore führen, heißt es in einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Erklärung. Dies könne zu einem Ausfall von 30 bis 35 Millionen Tonnen russischen Weizens führen. Dies werde die Preise in die Höhe treiben und könne den Hunger in Afrika und im Nahen Osten verschärfen, warnt der Agrarverband.
Polen fängt russisches Aufklärungsflugzeug abNur einen Tag nach dem Absturz einer Rakete in Polen haben polnische Kampfflugzeuge einen russischen Aufklärer über der Ostsee abgefangen. Zwei polnische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 seien aufgestiegen, schrieb Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz auf der Plattform X. Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 40 Kilometer nördlich des Badeortes Kolobrzeg unterwegs gewesen. „Wieder befand sich das Flugzeug ohne Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder im internationalen Luftraum“, teilte der Minister mit. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden. Die russischen Erkundungsflüge vor der Küste des NATO-Mitglieds Polen haben laut Warschauer Angaben zuletzt wieder zugenommen. Mitte Juli musste die polnische Luftwaffe drei Tage in Folge russische Kampfflugzeuge abfangen. Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll. In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukrainekrieg Provokationen gegen NATO-Gebiet unternehmen könnte.